Dinslaken: Bestnoten fürs Fantastival

Dinslaken: Bestnoten fürs Fantastival

Großartiges Programm, herrliches Sommerwetter: 11 300 Besucher erlebten mit Roger Cicero, Milow, den Popolskis und den Stars der Musicalszene eines der schönsten Fantastivals, das je in Dinslaken gefeiert wurde.

Es hätte nicht besser laufen können. "Ich bin mit allem total zufrieden", sagt Lea Eickhoff, Geschäftsführerin der Dinslakener Freilicht AG. Es ist das erste von bislang 14 Fantastivals, das die 25-Jährige organisiert hat. Und es war eines der besten. "Wenn das Wetter gut ist, sind die auch Leute gut drauf. Die hatten Lust auf Open Air. Und dann funktioniert das."

Ein Star zum Anfassen: Roger Cicero ging während seiner Show mit den Zuschauern im Burgtheater auf Tuchfühlung. Foto: Martin Büttner

Gutes Wetter ist nicht alles. Es kommt nicht unwesentlich darauf an, wer auf der Bühne steht. Mit Roger Cicero und Milow hatte das Fantastival zwei internationale Stars an Bord. Das Konzert der Familie Popolski war ausverkauft. 2000 Besucher kamen, um bei der Musical-Sommernacht die Stars der großen deutschen Produktionen hautnah mitzuerleben. 2000 Kinder bejubelten den "gestiefelten Kater". Lokale Comedygrößen wie Thekentratsch zogen 1200 Besucher. Auch die Veranstaltungen im benachbarten Burginnenhof liefen erfolgreich. Die Jazz-Nacht mit "Quadro Nuevo" und der Kabarettabend mit Kai Magnus Sting waren beide ausverkauft. Für die Lesung mit Axel Hacke und das Klassik-Konzert mit dem Casal Quartett — zwei kleine, feine Abende — hätten die Veranstalter gern mehr Karten verkauft.

  • Fotos : "Sommernacht des Musicals" in Dinslaken

Lea Eickhoff freut sich nicht nur über die positive Resonanz vieler Besucher. Auch seitens der Künstler gab es begeisterte Reaktionen. "Milow hat sich sehr gefreut, dass er im Burgtheater spielen durfte", erzählt die Geschäftsführerin der Freilicht AG. "Die Atmosphäre fand er einmalig. Erstmals seit zehn Jahren hat er eine Zugabe nach der Zugabe gespielt. Sogar seine Licht- und Tontechniker waren überrascht."

Ein gutes Fantastival stärkt das Selbstbewusstsein. Die Veranstalter wollen ihre Zurückhaltung, die manchmal noch vorhanden ist, wenn es darum geht, große Namen zu verpflichten, aufgeben. Das Fantastival ist eine Marke, auf die sie stolz sind, das Burgtheater eine Spielstätte mit einzigartiger Atmosphäre. Für 2013 will Lea Eickhoff versuchen, erneut BAP-Sänger Wolfgang Niedecken zu verpflichten. Über die Leningrad Cowboys wolle man nachdenken. Es wird wieder eine Musical-Gala geben — 1200 Karten sind bereits verkauft. Und es gibt beinharte Rock-Comedy. Herbert Knebels Affentheater ist bereits gesetzt. Der singende Knötterkopp wird das Fantastival am 12. Juli 2013 eröffnen.

(RP)