Beim Tag der Diakonie in Voerde stellten sich verschiedene Kirchengruppen vor

Gelungenes Debüt : Hilfe, Beratung und nützliche Dinge

Zum Tag der Diakonie hatten die evangelischen Kirchengemeinden in Voerde gemeinsam ins Gemeindezentrum an der Rönskenstraße eingeladen.

Bei sommerlichen Temperaturen ist in und um das Gemeindezentrum an der Rönskenstraße einiges los. Die evangelischen Kirchengemeinden Götterswickerhamm und Friedrichsfeld-Spellen haben zum gemeinsamen Tag der Diakonie eingeladen, bei dem sich neben dem diakonischen Werk auch die anderen Gruppen der Gemeinde präsentieren. „Es ist das erste Mal, das wir das gemeinsam machen“, erklärt Pfarrer Harald Eickmeier. „Ich finde es schön, dass sich aus beiden Gemeinden so viele Menschen hierher aufgemacht haben.“ Tatsächlich sind aus beiden Gemeinden Gäste angereist, natürlich vor allem erstmal diejenigen, die auch mit den Gruppen in der Gemeinde zu tun haben.

So sind zum Beispiel Änne Rühl und Ingrid Himmelberg nach Voerde gekommen, um die Angebote der Gemeinden für Flüchtlinge vorzustellen. Vom Café über Deutschkurse bis hin zu Hilfen im Alltag wird hier einiges geboten. Darunter auch die Spendenkammer in der ehemaligen Feuerwache in Friedrichsfeld. „Wir verkaufen dort gespendete Dinge für 20 Cent pro Teil an Flüchtlinge und andere Bedürftige. Das gesammelte Geld kommt dann wieder den Flüchtlingen zu Gute“, erklärt Ingrid Himmelberg. „Das Angebot wird gut angenommen“, sagt Änne Rühl. Zu den meisten Terminen würden Spender kommen, die mindestens zwei bis drei sehr gute Dinge abzugeben hätten. „Die Menschen sollen sich bei uns mit Würde etwas Gutes aussuchen können“, sagt sie. Mittlerweile habe sich aus der Spendenkammer ein sozialer Treffpunkt gebildet, an dem viele Flüchtlinge einen Anlaufpunkt finden.

Und so präsentieren sich die Gruppen: Zum Beispiel die evangelische Frauenhilfe. „Bei uns stehen gerade einige Veränderungen an. Wir nennen uns jetzt evangelische Frauen, da der Begriff Frauenhilfe doch einige abgeschreckt hat“, erklärt Renate Diederichs von den evangelischen Frauen.

Die Gruppe aus Möllen verkauft  Produkte der ganz besonderen Art. „Man hat sich der Aufgabe verschrieben, aus alten Dingen etwas Neues zu machen“, erklärt Renate Diederich. Hier gibt es Taschen aus alten Jeanshosen oder Flaschenträger aus den Ärmeln alter Hemden zu kaufen. Und auch die anderen Gruppen, Angebote und Institutionen der Gemeinden präsentieren sich: Von der Hausaufgabenhilfe über den Gedeckten Tisch bis zum Diakonischen Werk.

„Ich finde es sehr wichtig, dass das Diakonische Werk hier mit so einem breiten Angebot vertreten ist“, sagt Pfarrerin Hanke Ibbeken. „Die Arbeit des Diakonischen Werkes ist in Voerde häufig nicht so sichtbar, dabei wird es auch von den Kirchengemeinden vor Ort mitgetragen“, erklärt sie. Das Diakonische Werk, häufig eher mit Dinslaken in Verbindung gebracht, ist allerdings für alle Kirchengemeinden im Kirchenkreis Dinslaken da, so auch für Voerde. Und die Mitarbeiter werben für das breite Angebot der Institution, die von Jugendhilfe und Jugendarbeit über Arbeit mit Arbeitslosen, Drogenberatung bis hin zum Thema Pflege und betreutes Wohnen reicht. „Mittlerweile gibt es auch regelmäßig Beratungsangebote im Kaufhaus der Diakonie in Voerde“, erklärt Hanke Ibbeken.

Der gemeinsame Tag der Diakonie soll nicht der Letzte gewesen sein. „Wir arbeiten bereits jetzt daran, einen Termin für das nächste Mal zu finden“, erklärt Pfarrer Harald Eickmeier.

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