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Bedarf für eine zweite Gesamtschule in Dinslaken ist da

Hintergrund : Bedarf für zweite Gesamtschule ist da

Die Verwaltung erkennt den Trend aufgrund der vorliegenden Anmeldezahlen für weiterführende Schulen.

Die vorläufigen Anmeldezahlen zu den weiterführenden Schulen in Dinslaken liegen vor. Und sie belegen aus Sicht der Verwaltung, dass der Bedarf nach einer zweiten Gesamtschule in der Stadt gegeben ist. Dies erklärte Thomas Termath, Leiter des städtischen Geschäftsbereiches Bildung, Kultur, Freizeit, Sport, in der Sitzung des Kulturausschusses.

Bislang wurden von ihren Eltern 183 Dinslakener Grundschüler an der Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) angemeldet. Das Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) verzeichnet 73 Anmeldungen, das Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) 67, das Gymnasium im Gustav-Heinemann-Zentrum 78 und die Realschule im GHZ 99. Somit liegen für die weiterführenden Schulen insgesamt 500 Anmeldungen von Grundschülern aus Dinslaken vor. Hinzu kommen noch die Anmeldungen von Jungen und Mädchen aus anderen Kommunen (beispielsweise aus Voerde, Hünxe, Duisburg, Oberhausen und Wesel). Für die EBGS wurden 23 auswärtige Schüler angemeldet, damit kommt die Gesamtschule auf 206 Anmeldungen. Das THG hat weitere 20 Anmeldungen und erreicht damit insgesamt 93. Mit den 37 Auswärtigen kommt das OHG auf 104 Anmeldungen, das Hiesfelder Gymnasium erreicht mit den zehn Auswärtigen insgesamt 88 Anmeldungen, die Realschule 107 einschließlich acht Auswärtiger. Somit liegen der Dinslakener Stadtverwaltung für die weiterführenden Schulen insgesamt 598 Anmeldungen vor, davon 98 von auswärtigen Schülern, wie die vorläufige Statistik ausweist.

32 Mädchen und Jungen aus Dinslaken, die gegenwärtig in der vierten Grundschulklasse sind, wurden von ihren Erziehungsberechtigten an der Gesamtschule Hünxe angemeldet. Die Verwaltung geht davon aus, dass von den 32 zur Gesamtschule in der Nachbarkommune angemeldeten Kindern nur 13 dort aufgenommen werden, somit wären die übrigen dieser in Hünxe nicht aufgenommen Jungen und Mädchen noch an Dinslakener Schulen anzumelden. Da 567 Dinslakener Grundschulkinder für den Übergang zu einer weiterführenden Schule anstehen, 532 in Dinslaken und Hünxe angemeldet worden sind, wurden 35 Kinder bislang noch nicht angemeldet, beziehungsweise die Verwaltung hat noch keine Informationen darüber, an welcher Schule sie angemeldet worden sind.

Aufgrund der bisherigen Anmeldezahlen geht Thomas Termath davon aus, dass die Realschule mit ihren bislang 107 Anmeldungen fünf Eingangsklassen wird bilden müssen. Da zur EBGS und zur Gesamtschule in Hünxe insgesamt 238 Jungen und Mädchen angemeldet worden sind, sieht die Verwaltung den Bedarf für eine zweite Gesamtschule als gegeben an. Dieser Trend werde sich bestätigen oder sogar noch verstärken, hieß es von Seiten der Verwaltung in der Sitzung des Schulausschusses.

Der Rat hat in seiner Sitzung im Dezember 2018 die Gründung einer neuen Gesamtschule beschlossen. Der Beschluss ging einher mit der Entscheidung, die Friedrich-Althoff-Sekundarschule (FAS) mangels ausreichender Anmeldezahlen sukzessive auslaufen zu lassen.

Weitgehend abgeschlossen ist das Anmeldeverfahren 2019/2020 für die Dinslakener Grundschulen, doch bis zum Schuljahresbeginn können sich noch Veränderungen ergeben. Insgesamt wurden 584 Kinder angemeldet, davon sieben auf Antrag. 432 Jungen und Mädchen wurden zur nächstgelegenen Grundschule angemeldet, 152 an einer anderen Grundschule als der nächstgelegenen. Davon kommen 15 Jungen und Mädchen aus den Nachbarkommunen Duisburg oder Oberhausen, 17 Dinslakener Kinder sind an einer auswärtigen Grundschule oder der Waldorfschule angemeldet worden. Die städtischen Grundschulen sind ausgelegt für zusammen 24 Eingangsklassen: Averbruchschule 2, Klaraschule 2, Grundschule Lohberg 2, Gartenschule 2, Moltkeschule 2, Hagenschule 3, Hühnerheide 2, Am Weyer 2, Bruchschule 3, Dorfschule 3. Die Verwaltung geht davon aus, dass an Garten-, Klara- und Bruchschule aufgrund der Anmeldeüberhänge Auswahlverfahren erforderlich sein werden. Voraussichtlich wird es 13 Abweisungen geben. Freie Plätze für diese Kinder gibt es an anderen städtischen Grundschulen. An der Grundschule Am Weyer soll eine dritte Eingangsklasse gebildet werden.