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Barmingholten: Bürgerinitiative richtet Appell an die SPD

Vor der Entscheidung über den „Kooperationsstandort“ : Bürgerinitiative gegen Logistikpark Barmingholten richtet Appell an die SPD im Ruhrparlament

Die Bürgerinitiative Bigg hat sich mit einem eindringlichen Schreiben an die SPD im Ruhrparlament gewandt. Sie solle sich nicht gegen die Haltung ihrer eigenen Parteigenossen in Dinslaken stellen. Was sollten die Wähler sonst denken?

Die Bürgerinitiative „Bigg“, die gegen einen Logistikpark in Barmingholten kämpft, hat einen Appell an die SPD-Fraktion im Ruhrparlament geschickt. Kostenpflichtiger Inhalt SPD und CDU in dem politischen Gremium wollen die so genannten „Kooperationsstandorte“ wie berichtet in der kommenden Woche absegnen.

„Wir zweifeln leider gerade an unserem Demokratieverständnis“, schreibt die Bigg. „Wir haben hier in Dinslaken mit allen Parteien einen sachlichen Dialog geführt und auch mit einer Petition 3401 Unterschriften gesammelt. Dafür wurden wir von allen Parteien sehr gelobt“, führt sie aus. „ Mit Ihren Genossen in Dinslaken hatten wir einen großartigen und offenen Austausch.“ Dies habe zu dem politischen Beschluss geführt, dass Dinslaken eine Entwicklung des Areals in Barminholten blockieren wird, wenn es als „Kooperationsstandort“ ausgewiesen wird. Politik und Bürger, insbesondere auch SPD Dinslaken, „wollen diesen Kooperationsstandort nicht“, so die Bigg. „Deshalb: Nehmen Sie bitte Dinslaken-Barmingholten per Änderungsantrag aus dem Beschluss.“

Ansonsten würde die SPD im Ruhrparlament etwas gegen den Willen der Parteigenossen in Dinslaken beschließen: „Stellen Sie sich doch einmal vor, was Ihre Wähler in Ihrem jeweiligen Wahlkreis denken würden.“ SPD und CDU haben im Ruhrparlament eine gemeinsame Mehrheit.

(szf)