Dinslaken: Bahnstraße - mehr Einkaufserlebnis

Dinslaken : Bahnstraße - mehr Einkaufserlebnis

Stadt will die Straße verkehrsberuhigen und Aufenthaltsqualitat verbessern.

Als die Stadtplaner vor anderthalb Jahren den Bürgern im damaligen Projektbüro an der Saarstraße die Pläne für die Neugestaltung der Bahnstraße vorstellten, platzte der Raum vor lauter Interesse fast aus den Nähten. Die Bürger folgten den Ausführungen, formulierten auch Kritik. Das rege Interesse unterstreicht die Bedeutung, die die Bahnstraße für die Innenstadt und ihre Entwicklung hat. Vom (ebenfalls noch neu zu gestaltenden) Bahnhofsvorplatz ist für Kunden und Besucher auf dem Weg zum Neutorplatz die Bahnstraße das Entree zur Innenstadt und soll durch die Umgestaltung auch dieser Funktion gerechter werden, sich künftig noch mehr als Einkaufsstraße präsentieren.

Aktuell ist die Bahnstraße durch starken Durchgangsverkehr geprägt, es fehlen sichere Querungsmöglichkeiten. Laut aktueller Planung soll die Straße verkehrsberuhigt werden zugunsten von Fußgängern, Radfahrern und der Aufenthaltsqualität. Die Achse zum Neutorplatz wird durch einen grünen Mittelstreifen betont, der Fußgängern das Queren der Straße überall erlauben soll. Auf die Kritik der Anwohner und Geschäftsleute, die den Wegfall zu vieler Stellplätze moniert hatten, haben die Planer reagiert und schaffen nun einen neuen Parkplatz im nördlichen Bereich. Vom Neutorplatz aus kommend soll die Bahnstraße in Höhe von Foto Wolff etwas stärker nach rechts bis auf fünf Meter an die bestehenden Häuser verschwenkt werden. Dadurch entsteht bei Foto Wolff Platz für weitere Parkplätze. Auch soll es auf der Bahnstraße mehr Kurzzeit-Haltemöglichkeiten für Anlieferfahrzeuge und Paketdienste geben.

Das leichte Verschwenken der Bahnstraße bei Foto Wolff in Richtung Hiesfeld hat den weiteren Vorteil, dass dann der Kreuzungsbereich Bahnstraße/Wilhelm-Lantermann-Straße entzerrt werden kann. Schwierig ist es vor allem, wenn Autofahrer aus der Bahnstraße kommend links in Richtung B8 auf die Wilhelm-Lantermann-Straße fahren wollen. Hier soll durch einen sogenannten "indirekten Linksabbieger" das Abbiegen nach links auf eine zusätzliche Spur und dann das Einfädeln in den fließenden Verkehr auf der Lantermann-Straße möglich werden. Der Zebrastreifen bleibt zunächst erhalten, der Bereich Bahn-/Wilhelm-Lantermann-/Wielandstraße könnte aber im Zuge der Bahnhofsplatz-Umgestaltung verkehrlich noch weiter entwickelt werden. Die Pläne werden am 9. Dezember im Ratssaal vorgestellt.

(RP)
Mehr von RP ONLINE