Dinslaken: Bahnhofsvorplatz: Ideen umsetzbar

Dinslaken : Bahnhofsvorplatz: Ideen umsetzbar

Info-Abend der IG BCE. Dezernent Palotz: Fördergelder sind nicht garantiert.

Wie von Holger Gosch, 1. Vorsitzender der Ortsgruppe Lohberg-Feldmark der IG BCE gewünscht, ging die Infoveranstaltung zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sachlich über die Bühne. Rund 30 Teilnehmer hörten am Montagabend im Ledigenheim zunächst die Standpunkte der Stadt, danach kam UBV-Vorsitzender Karl-Heinz Kathöwer für die Initiatoren des Bürgerbegehrens zu Wort.

Während der anschließenden Diskussion wurde Baudezernent Thomas Palotz von einer Teilnehmerin gefragt, ob er gewährleisten könne, dass die Förderanträge für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes so gestellt werden, dass die Stadt wirklich das Geld kriege. Bei der Stadthalle habe das ja nicht geklappt.

Eine schriftliche Garantie könne er nicht geben, so Palotz. Er könne heute auch nicht sagen wie hoch die Förderquote sein werde. Sicher sei, dass man einen genehmigungsfähigen Antrag stellen werde.

Diese Aussage verband er mit der Erläuterung, dass es sich beim Bahnhofsvorplatz um eine "unrentierliche" Fläche handele. Der Antrag zur Sanierung der Stadthalle sei gescheitert, weil ein Teil der Halle "rentierlich" sei. Später schränkte er die Aussage mit Blick auf die geplante zweigeschossige Parkpalette ein. Sie ist für Pendler vorgesehen, soll aber nicht kostenlos genutzt werden können. Bürgermeister Michael Heidinger sagte zu diesem Aspekt, man wolle die Voraussetzungen dafür schaffen, dass deutlich mehr Pendler am Bahnhof einen Parkplatz finden.

Auf Nachfrage, ob die Zufahrt zum Bahnhof über den Bereich Wilhelm-Lantermann-Straße/Bahnstraße/Wielandstraße funktionieren werde, erklärte Heidinger, dass man das in den Griff kriegen würde. Zum Beispiel mit einer Signalanlage. Wie er mitteilte, gebe es die Grundaussage, dass die Ideen verkehrlich umsetzbar seien.

Einer der Teilnehmer sprach die Sicherheit an. Kathöwer verwies darauf, dass für den Bahnhofsbereich von der Polizei keine nennenswerte Unfallhäufigkeit registriert worden sei. Und erntete einen Widerspruch von Heidinger, der an einen Unfall im vergangenen April erinnert. Wegen der unübersichtlichen Lage sei eine Frau von einem Bus angefahren worden. Kathöwer verwies auf den Durchstich, auf den Plan der Stadt, das Bahnhofsgebäude zu kaufen. Deshalb brauche man nicht jetzt die Umgestaltung durchführen. Bürgermeister Heidinger erklärte, die Gespräche mit der Bahn laufen und ein Durchstich könne im Rahmen des Betuwe-Ausbaus geschehen. Dafür müsse es sowieso eine Verbindung zum dritten Gleis geben.

(mt)