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Dinslaken: Ausstellung thematisiert Migration

Dinslaken : Ausstellung thematisiert Migration

Zwölf Roll-ups zeigen unter der Überschrift "Ankommen in Dinslaken" Geschichten von Flüchtlingen.

Angekommen in Dinslaken - das sind die meisten, die vor über zwei Jahren aus ihren Heimatländern geflüchtet sind, sei es aus Afghanistan, aus Syrien oder dem Irak. "Vor allem Jugendliche und Kinder sind gut integriert", berichtet Denis Will vom Dinslakener "Refugee and Migrant Council (RMC)". Die Kinder besuchen Dinslakener Schulen, haben neue Freunde gefunden und einige von ihnen engagieren sich bereits in Vereinen.

"Die meisten von den Migranten, die wir betreuen haben inzwischen ihre Anerkennung als Flüchtlinge erhalten oder stehen kurz davor", erzählt Will weiter. Manche der Älteren gingen einem Beruf nach, andere seien in der Ausbildung. Leicht aber sei es niemanden gefallen; nicht die Flucht, nicht das Ankommen in Dinslaken - auch wenn sie hier zur Ruhe gekommen seien.

"Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben keine Angst, zur Schule zu gehen", hatte die 16-jährige Samira im vergangen Dezember berichtet. Damals hatte das RMC gemeinsam mit den Flüchtlingen eine kleine Ausstellung in der Waldorfschule organisiert. "Ankommen in Dinslaken" so der Titel.

Auf zwölf so genannten Roll-ups sind die allgemeinen Themen, die Schwierigkeiten und Probleme, die Erfahrungen aufgelistet, denen die Flüchtlinge auf der Flucht und in Deutschland begegnet sind. Nun ist diese Ausstellung ab Samstag, 16. Juni, in der Stadtbibliothek zu sehen. Unterstützt wird sie durch das Landesprogramm NRW "Komm-An" und das Kommunale Integrationszentrum in Wesel. Die Ausstellungseröffnung findet um 11 Uhr statt, zu sehen ist die Ausstellung bis zum 14. Juli. In diesen Zeitraum fällt auch der Weltflüchtlingstag am 20. Juni: ein Gedenktag, der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurde.

Am Eröffnungstermin werden auch einige junge Leute anwesend sein, die auf Wunsch von ihrem Schicksal erzählen. "Auch für Schulklassen eignet sich die Ausstellung, die von einem interaktiven Materialkoffer von "Brot für die Welt" begleitet wird", so Bibliothekschefin Edith Mendel.

Auf Wunsch würden sich sicherlich auch Jugendliche bereit erklären, den Schülern einen Einblick in ihr Leben zugeben - vor der Flucht und nach der Flucht, sagt Denis Will. Es müssten nur vorzeitig Termine vereinbart werden.

Ansprechpartner zur Ausstellung und der Kontaktaufnahme zu Geflüchteten sind Denis Will und Renata Margelyte-Rudiene vom RMC und Jugendsprecherin Yaren Kuplay. Sie sind unter der Rufnummer 02064 4588729 erreichbar.

(big)