Galerie 399 : In AndersWelten fremde Wesen entdecken

Galerie 399 in Lohberg zeigt Arbeiten von Bettina Schack und Anja Sommer. Die Ausstellung wird an Halloween eröffnet.

AndersWelten. Fremde, mythologische Orte jenseits dieser Welt oder etwa das Gegenteil ? Das eigene Ich als Ort der Projektion, der Phantasien und Phantasmagorien, der Träume und Wunschbilder? Die Ausstellung AndersWelten von Bettina Schack (Fotografie) und Anja Sommer (Zeichnungen und Filzplastiken) lädt zur Entdeckungsreise ein.

Bettina Schack überblendet in ihren Fotografien Abbilder der Natur und die kaum fassbaren, changierenden Bilder in der Vorstellungskraft der Betrachter. Rein formal handelt es sich um Kompositionen klarster, strengster Symmetrien. Aber gerade diese lassen die Phantasie derer, die sich darauf einlassen, durchgehen und diese schöpferisch tätig werden. Wer den zweiten Blick wagt, sieht sie: mystische Welten, geheimnisvolle Wesen. Dabei handelt es sich um Naturaufnahmen, tatsächlich, auch wenn die Betrachter in ihnen Wesen entdecken, wie man sie sonst nur in Mythen und Märchen findet. „Das Bild entsteht beim Betrachter, das ist keine Floskel, sondern Fakt“, so die Dinslakenerin. „Sind da einfach nur zwei Blätter oder schaut uns ein Augenpaar an? Wir sind es, die dem, was unsere Sinne uns zeigen, einen Sinn geben.”

Dies ist der Punkt, an dem die Zusammenarbeit mit Anja Sommer beginnt. Ihre Zeichnungen und Filzplastiken entstehen in einem Dialogprozess mit den Fotos von Bettina Schack. Vergleichbar einer Sichtung der sich darin zeigenden mystischen Wesen dieser AndersWelten entstehen eigenständige Charaktere und Interpretationen, die ihrerseits wieder ein Eigenleben entwickeln. Dabei spielt die Perspektive der Betrachtung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Varianten zu einem Thema, bei der Kombination zweier Wesen in einer Figur oder beim Aufzeigen einer Wesenswandlung. Die Werke von Anja Sommer gleichen damit einer sich aus der fotografischen AndersWelt neu erschaffenden nächsten Welt.

Eine Welt, die wiederum in der Wahrnehmung der Ausstellungsbesucher fortgesponnen werden möchte. Nicht ohne Grund wurde die Vernissage auf den 31. Oktober gelegt. Jener Nacht, in der nach alten, keltischen Vorstellungen die Tore zur Anderswelt offen standen.

Die Ausstellung in der Galerie 399, Hünxer Straße 399, wird Mittwoch, 31. Oktober, 19 Uhr, eröffnet und kann bis Freitag, 4. Januar, zu den Öffnungszeiten der benachbarten Apotheke besucht werden.