Ausstellung "Frieden ist möglich" wird in Dinslaken gezeigt

In der Kirche an der Rotbachstraße: Ausstellung will Wege zum Frieden weisen

„Frieden ist möglich“, sagt Martje Mechels, „aber nicht so, wie das zurzeit gemeinhin mit militärischer Macht und wirtschaftlichen Interessen im Hintergrund versucht wird. Für Frieden brauchen wir Phantasie, Mut, Wissen und Verständigung.“ Die Pfarrerin, die beim Evangelischen Gemeindedienst für Mission und Ökumene für den nördliche Niederrhein zuständig ist, hat für den Evangelischen Kirchenkreis Dinslaken zusammen mit Pfarrer Jan Zechel von der Kirchengemeinde Dinslaken und Petra Schorberger-Waldhausen, Vorsitzende des kreiskirchlichen Fachausschusses Mission und Ökumene, die Wanderausstellung „Frieden geht anders“ in die Friedenskirche an der Rotbachstraße geholt.

So macht die Ausstellung im Jahr 100 nach dem Ende des Ersten Weltkrieges nach den Stationen Aachen, Bonn, Saarbrücken und Moers auch in unserer Region halt.

„Da hilft nur noch Militär!“ So lautet oftmals die Forderung, wenn ein gewaltsamer Konflikt soweit eskaliert ist, dass Menschenrechte massiv verletzt werden, Opferzahlen steigen und Flüchtlingsströme nicht mehr ignoriert werden können. Doch die Erfahrung zeigt, dass der Einsatz kriegerischer Mittel die Situation meist verschlimmert: Tod, Zerstörung und viele weitere Opfer sind die Folgen. Mit der Ausstellung „Frieden geht anders“ wird anhand von neun konkreten Konflikten aufgezeigt, wie mit unterschiedlichen gewaltfreien Methoden Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen verhindert oder beendet werden konnten. Die Beispiele stammen aus unterschiedlichen Weltregionen, doch die angewendeten Methoden sind grundsätzlich überall einsetzbar, wie die Ausstellung verdeutlichen will.

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Das Programm zur Ausstellung und den verschiedenen Veranstaltungen ist einem Flyer zu entnehmen. Die Ausstellung wird verantwortet vom Evangelischen Kirchenkreis in Kooperation mit dem Gemeindedienst Mission und Ökumene am Niederrhein. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch, 14. November, um 18 Uhr in der Friedenskirche an der Rotbachstraße 162 statt. Die Präsentation ist sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Veranstaltungshöhepunkte sind: 17. November, 19 Uhr, Okko Herlyn und Heike Kehl mit dem Programm „Und ich begehre, nicht Schuld daran zu sein“; 22. November, 19 Uhr, Referat des früheren Flüchtlingspfarrers Gerhard Greiner mit Diskussion „Wohin geht die Flüchtlingspolitik?“; 26. November, 19 Uhr, Podiumsdiskussion mit Bürgermeister Michael Heidinger und Vertretern der Zivilgesellschaft.

(RP)
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