Dinslaken: Aufbruchstimmung im Kreativquartier

Dinslaken : Aufbruchstimmung im Kreativquartier

Die Arbeiten auf dem ehemaligen Zechengelände in Lohberg gehen voran. Der Fortschritt ist deutlich sichtbar. Ab dem kommendem Jahr soll auch das neu geplante Wohnquartier konkrete Formen annehmen.

"Die Mauer ist gefallen", verkündete Dinslakens Bürgermeister Michael Heidinger im Lohberger Ledigenheim den Gästen. Kein verspäteter Hinweis auf die Wiedervereinigung, sondern eine Anspielung auf die abgerissene Begrenzung des ehemaligen Zechengeländes. "Die Optik des Standorts hat sich massiv geändert. Es tut sich was", stellte Heidinger fest und warb erneut für das Großprojekt in Sachen Stadtentwicklung. "Wir wollen hier einen Musterstandort für Arbeit und Leben schaffen", erklärte der Bürgermeister die Ansprüche, die er an den früheren Zechenstandort stellt.

Konkreter wurden Ruth Reuter, die das Projekt für die Stadt Dinslaken betreut, und Bernd Lohse, der als Projektleiter der Eigentümerin RAG-Montanimmobilien für den Standort zuständig ist. Die Bauarbeiten für den geplanten Bergpark auf dem Gelände hätten bereits begonnen. Beim angedachten Wohngebiet und dem Kreativquartier rund um die denkmalgeschützten Zechengebäude sowie dem Industriegebiet, das am Standort geplant ist, sei man noch in der Planungsphase. "Wir überlegen derzeit, wie man eine neue Interpretation der Gartenstadt umsetzen kann", erklärte Ruth Reuter zur geplanten Wohnsiedlung, die eine Erweiterung des historisch gewachsenen Stadtteils werden soll.

Schließlich sollen, wenn man dem Leitsatz der Verantwortlichen folgt, Lohberg und Zechengelände eins werden. Einen konkreten Zeitplan für die Vermarktung des Großprojektes hatte Bernd Lohse parat. Ende dieses bis Anfang nächsten Jahres sollen Interessenten die ersten Grundstücke und Gebäude auf dem Gelände erwerben können. "Wir verkaufen erst, wenn wir sicher sind, dass alles funktioniert", erklärte der Projektmanager der RAG- Montanimmobilien. Derzeit mache man die Fläche bereit für Gründungen. Investoren, die an einer Ansiedlung im Kreativquartier interessiert sind, sollten sich am besten möglichst früh melden. "Dann hat man die Chance, sich aktiv in die Gestaltung einzubringen und Synergien zu nutzen. Je eher wir wissen, wie die Nutzung aussehen soll, desto besser können wir Dinge wie Leitungen, Technik und Parkplätze planen", erklärte er. Wenn es nach Lohse geht, könnte es auf dem Zechengelände schnell vorangehen. "Wir denken, dass bereits im kommenden Jahr die ersten Wohnbauten realisiert werden", sagte er.

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Bei der Fragerunde mit den Gästen wurde auch die Entlastung der Hünxer Straße zum Thema. Während sich die sogenannte Ost-Tangente bereits im Bau befindet und im Spätsommer 2015 fertig werden soll, ist auch eine Umgehung über das Gebiet der Gemeinde Hünxe angedacht.

"Wir sind mit der Gemeinde im Gespräch und zuversichtlich, da eine gute Lösung finden zu können", erklärte Michael Heidinger

(RP)
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