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Voerde: Auch SPD Wesel will Willy Brandt statt Hindenburg

Voerde : Auch SPD Wesel will Willy Brandt statt Hindenburg

Nach der Entscheidung des Voerder Rats, die Hindenburg- in Willy-Brandt-Straße (B 8) umzubenennen, sieht nun die Weseler SPD die Zeit gekommen, das Straßenstück auf Weseler Stadtseite mit neuem Namen zu versehen.

Der (SPD-)Kanzler der Ostpolitik soll auf dem Stück vom Kanal bis zum Lippeschlösschen Namensgeber sein. Es gibt Proteste der Anwohner, die die Kosten tragen müssen, wenn sich ihre Adresse ändert. Wie in Voerde werden sie nicht befragt. "Warum sollten wir? Straßennamen betreffen alle in der Stadt", so Fraktionschef Ludger Hovest im Schulterschluss mit Kulturpolitiker Norbert Meesters, der den Namenswechsel mit historischer Bewertung Hindenburgs begründet. Hovest zur Kritik, ob Wesel nicht andere Probleme habe: "Es geht ums Bewusstsein, wir haben z. B. in Lackhausen Straßen nach Widerstandskämpfern benannt." Er rechnet im Rat mit einer Mehrheit. Wenn er scheitert, will der SPD-Chef das Instrument des "Ratsbürgerentscheids" ausprobieren. Heißt: der Rat müsste mit Zwei-Drittel-Mehrheit einen Bürgerentscheid beschließen.

(thh)