Dinslaken: Asbest: Tiefgarage ist seit gestern wieder gesperrt

Dinslaken : Asbest: Tiefgarage ist seit gestern wieder gesperrt

Bei den Arbeiten an der neuen Brandschutzanlage ist Asbeststaub frei worden. Der muss aufwändig beseitigt werden.

Vorerst gesperrt bleibt die Tiefgarage an der Kathrin-Türks-Halle. Die Stadtverwaltung sah sich gestern dazu gezwungen, weil Asbeststaub nachgewiesen wurde. Ausgelöst wurde das Dilemma offenbar durch eine Firma, die kürzlich Arbeiten an der Brandschutzeinrichtung der Garage vorgenommen hatte, wegen derer die Garage seinerzeit in Teilen gesperrt werden musste.

Wie es im Rathaus hieß, sei die Firma von den vorgesehenen Leitungstrassen abgewichen und habe Bohrungen an Stellen vorgenommen, die in früheren Jahren mit asbesthaltigem Material verfüllt wurden. Ein Fachunternehmen wird nun die Garage reinigen.

Voraussichtlich zwei Wochen bleibt die Garage deshalb gesperrt. Weitere zwei Wochen, hieß es nach einer ersten Bewertung, könne vermutlich nur ein Teilbereich genutzt werden. Für den Monat Mai will die Stadt mit Blick auf die Dauerparker auf die Miete verzichten.

Den Mietern soll einstweilen ein Berechtigungsschein ausgegeben werden, mit dem kostenlos auf öffentlichen Flächen geparkt werden kann.

Die Nachricht von der Asbestbelastung hat im Rathaus zwar hektische Aktivitäten ausgelöst, doch blieben gestern etliche Fragen noch unbeantwortet. Etliche Dauernutzer der Tiefgarage bewegen ihr abgestelltes Auto nur gelegentlich von der Stelle. Gestern war die Ausfahrt zwar noch möglich. Aber was ist danach? Was ist mit Nutzern, die die Nachricht von der Sperrung nicht erreicht — etwa weil sie in Urlaub oder im Krankenhaus sind? Müssen deren Wagen aus der Garage geschleppt werden? Wie steht es um die Asbest-belastung der Wagen, die seit dem Ende der Brandschutzarbeiten längere Zeit in der Garage abgestellt waren. Brauchen diese eine Spezialwäsche? All diese Fragen will die Stadt in der nächsten Woche klären.

Eine ganz wichtige Frage allerdings wird wohl erst deutlich später geklärt sein. Wer zahlt eigentlich für die nun notwendigen aufwändigen Reinigungsarbeiten? Kann die Stadt das Unternehmen, das die Brandschutzanalage installiert hat, in Regress nehmen?

(RP)