Angriffe bestätigt: Niederrhein-Wölfin Gloria hat Ziege und Schaf getötet

Nachweis erbracht : Tote Weidetiere gehen aufs Konto von Niederrhein-Wölfin Gloria

Das Landesumweltamt hat durch Untersuchungen von Gen-Material nachgewiesen, dass zwei Wolfsangriffe auf Weidetiere aus Herbst und Winter auf das Konto von Niederrhein-Wölfin Gloria gehen.

Demnach hat sie am 23. November 2019 in der Gemeinde Dorsten ein Schaf getötet und ein weiteres verletzt. Am 9. Dezember 2019 tötete sie in Oberhausen eine Ziege und verletzte 15 Schafe. Vier der Tiere waren so schwer verwundet, dass sie eingeschläfert werden mussten.

„Bei Wolfsangriffen auf Nutztieren werden oft deutlich mehr Beutetiere verletzt oder getötet, als der Wolf fressen kann“, erläutert dazu das Landesumweltamt. „Bei angegriffenen Wildtieren geschieht dies nur sehr selten, weil die anderen Gruppenmitglieder in der Regel die Flucht ergreifen. Nutztiere sind aber durch Zäune an einer Flucht vor dem angreifenden Wolf gehindert. Das Angriffsverhalten wird dann immer wieder neu ausgelöst, was zu höheren Opferzahlen führen kann.“

Gloria ist der Spitzname der Wölfin, die offiziell unter der Nummer GW954f geführt ist. Sie ist im Wolfsgebiet Schermbeck zu Hause. Nachweise darüber, ob sie für die jüngsten Risse von Nutztieren in Hünxe verantwortlich ist, die sich im Dezember ereignet haben, stehen noch aus.

(szf)