An der Schule „Am Dicken Stein“ in Bruckhausen ist ein besonderer Spielplatz entstanden

Offiziell eröffnet : Ein Spielplatz für mehrere Generationen

Das Land und die Europäische Union haben sich an der Finanzierung beteiligt. 5000 Euro gab die Bürgerstiftung Kreaktiv dazu, um ein besonderes Objekt an der Schule „Am Dicken Stein“ in Bruckhausen umzusetzen.

„Hoppla, das ist wohl eher etwas für Jugendliche.“ Mit der Balance klappte es bei Bürgermeister Dirk Buschmann noch nicht so richtig, als er „Sirius“, eines der neuen Spielgeräte auf dem Mehrgenerationenspielplatz an der Gemeinschaftsgrundschule „Am Dicken Stein“ in Bruckhausen, spontan testete und sich unfreiwillig zwischen den Stangen drehte.

Mit der Bereitstellung von Mitteln des Landes NRW im Rahmen des europäischen Landwirtschaftsfonds (Eler) sowie einem großzügigen Betrag von 5000 Euro der Kreaktiv-Bürgerstiftung Rhein-Lippe konnte die Errichtung dieses Projektes an der Schule umgesetzt werden. Obwohl schon seit fast einem Jahr in Betrieb, fand am Montag die offizielle Eröffnung der Anlage statt – in Anwesenheit von Vertretern der Bürgerstiftung (an der Spitze Gerhard Wölki vom Vorstand), der Leader-Region, der Gemeinde und natürlich Landschaftsarchitekt Christoph Kappert vom beauftragten Planungsbüro Seeling & Kappert aus Weeze.

Dirk Buschmann lobte den Mehrgenerationenspielplatz als „sehr schöne und gelungene Umsetzung zum neu gestalteten Schulhofgelände“, sprach von einem Bewegungsraum, Aufenthaltsort und Treffpunkt für Kinder und Eltern während und nach der Schulzeit und dankte den vielen Helfern und Sponsoren. „Das Gesamtkonzept stimmt, der Ortsteil Bruckhausen gewinnt weiter an Lebensqualität.“ Wirtschaftsförderer Michael Häsel von der Gemeindeverwaltung nannte als Grundgedanken zum Projekt die „Kneipp-Schule“. Als erster Aufschlag seien angrenzend ein Kräutergarten und Streuobstwiesen angelegt, sowie Möglichkeiten für Kneipp-Kuren geschaffen worden. Ein „grünes Klassenzimmer“ sei etwa für Yoga-Übungen geeignet. „Theorie wird hier in die Praxis umgesetzt.“ Der neue Spielplatz sei gut als Bewegungstherapie und für Gleichgewichtsübungen, „das alles neben dem Schulbesuch“.

Planer Christoph Kappert verwies noch auch auf den Barfußpfad. Der Kinderspielplatz sei früher eine große Sandfläche gewesen, jetzt sei dieser unterteilt und mit Rasen umlegt worden. „Die teilweise neu angeschafften modernen Spielgeräte wurden mit einigen noch intakten kombiniert, entsprechend der Din-Norm“, erklärt Kappert, nennt etwa Doppelschaukel (auch für U3-Kinder) und Rutsche. Der neue Niedrigbewegungsparcours sei in den alten Baumbestand integriert worden.

Gerhard Wölki, nicht nur Kreaktiv-Vorstand, auch Schriftführer bei der Leader-Region, sagte, er interessiere sich für alle lokalen Projekte. „Diese unterstützen wir gerne mit unserer Stiftung, wie jetzt in Bruckhausen. Ein passendes Beispiel, wie Vernetzung stattfindet.“

Auch Kerstin Jendrek, Regionalmanagerin bei der Leader-Region mit Sitz im Hünxer Rathaus, sprach von einer gelungenen Zusammenarbeit und schönen Kooperation. „Manche Ergebnisse kommen per Zufall heraus, dass es passt, sieht man hier an diesem Projekt.“

Bürgermeister Dirk Buschmann verwies auf das Gesamtkonzept in Bruckhausen mit Umgestaltung von Schulhof und Sportareal bis Mitte 2020. „Wer mit Fördergeldern arbeiten will, braucht einen langen Atem.“

Laut Michael Häsel könnten derzeit die knapp 120 Kinder in sechs Schulklassen an der GGS Bruckhausen die Vorzüge des Projekts „Kneipp-Schule“ genießen.

Zum neuen Schuljahr komme eine siebte Klasse mit 20 Kindern hinzu. „Alle sind mit Feuereifer dabei“, auch der TVB mit seinem Vereinsheim nebenan unterstütze das Projekt. Claudia Kaßelmann (Kreaktiv) spricht von Nachhaltigkeit: „Kinder lernen, die Natur zu lieben und zu schützen.“

(P.N.)
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