American Horsepower Show auf der Trabrennbahn Dinslaken

Oldtimer und neue Autos : 100.000 PS rollen über die Trabrennbahn

Bei der zweiten American Horsepower Show kamen Auto-Freunde auf ihre Kosten, die das Besondere lieben.

Im normalen Betrieb kommt die Trabrennbahn in Dinslaken mit weniger Pferdestärken aus. Am Sonntag waren gleich Tausende in Form von US-Cars auf der Bahn. Die zweite American Horsepower Show lockte viele Besucher zum Bärenkamp. Rund 700 alte sowie neue Autos amerikanischer Hersteller fanden den Weg nach Dinslaken.

Auch die Zuschauer blieben trotz sommerlicher Hitze nicht aus und staunten über den ein oder anderen motorisierten Leckerbissen. Eine Zuschauertraube bildete sich den ganzen Tag über in der Mitte an der Showbühne. Hier wurden die Autos einzeln vorgestellt und von einer Fachjury bewertet. Die besten 30 Autos wurden mit einem Pokal prämiert.

Ein Auto fand dabei besonders großen Anklang bei den Zuschauern: ein ausgemusterter amerikanischer Polizei-Wagen. Stolzer Besitzer ist Tommy Kühnebundt, Mitglied im Verein Car Owner Of Ameria. „Mein Chevrolet Impala habe ich 2008 gekauft, bis 2007 war er im Dienst“, erzählte Kühnebundt. Sein Auto war vorher in Ohio im Einsatz, 2010 besuchte er sogar den Sheriff von Lake County, der vorher den Wagen fuhr. „Der Kontakt war immer super nett, und so kam es dann zu dem Treffen“, fügte Kühnebundt hinzu. Die Mitglieder des Vereins werden deutschlandweit auf Polizeitreffen eingeladen und führen ihre Autos dort vor. Das Blaulicht oder die Sirene dürfen die US-Car-Fans im Straßenverkehr natürlich nicht benutzen.

Auf die heißen Temperaturen waren alle bestens vorbereitet. An einem großen Tankwagen gab es unbegrenzt Wasser, auch waren die Autobesitzer mit Pavillons und Kühlboxen ausgestattet. Viele sah man mit Wassereis an ihren Autos sitzen.

Veranstalter der Horsepower Show ist das Magazin „AmeriCar.de“. Chefredakteur Thomas Frankenstein, der natürlich selber auch US-Cars fährt, ist mit der ganzen Veranstaltung sehr zufrieden: „Aufgrund des sehr guten Wetters konnten wir in diesem Jahr nicht weiter wachsen, aber mindestens genau so viele Leute an die Trabrennbahn locken, wie im vergangenen Jahr.“ Luca Felshart, der ebenfalls zum Organisatoren-Team zählt, stellte fest, dass die Verweildauer der Zuschauer kürzer ist. „Bei dem Wetter sitzt man natürlich lieber im Garten oder liegt am Badesee“, sagte er.

Einen großen Anteil am reibungslosen Ablauf des US-Auto-Treffens trägt laut Thomas Frankenstein die Stadt Dinslaken. „Die Kommunikation mit der Stadt und dem Ordnungsamt war immer sehr nett und unbürokratisch“, sagte er. „Wir kommen gerne nach Dinslaken und möchten dies auch noch viele weitere Jahre tun.“

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