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Aktion vom Schützenverein: Nikolaus fährt mit einer Ape durch Krudenburg

Aktion vom Schützenverein : Der Nikolaus fährt mit einer Ape durch Krudenburg

Der Schützenverein hat eine coronakonforme Veranstaltung auf die Beine gestellt. Etwa eine Stunde lang besuchte der Heilige Kinder zuhause und übergab Tüten. Das Fazit fiel positiv aus.

Während vielerorts das traditionelle Brauchtum zu Ehren des heiligen Nikolaus von Myra wegen der Corona-Pandemie ersatzlos gestrichen wurde, ließ es sich der Schützenverein Krudenburg als jahrzehntelanger Veranstalter des Nikolaus-Empfangs nicht nehmen, die dörflichen Kinderherzen zu erfreuen. Um eine größere Ansammlung zu verhindern, beschloss der Schützenverein zum zweiten Mal, die Kinder zu Hause mit ihren Eltern und Großeltern auf den Besuch des Nikolaus warten zu lassen.

Als Geschäftsführer des Schützenvereins hatte Frank Nettelbeck mehr als 70 Familien über die veränderte Form des Nikolausbrauchtums informiert. 58 Familien bestellten eine Tüte, die mit Schokolade, Nüssen, Obst, Gummibärchen und einem Stutenkerl gefüllt werden konnte, weil sich das Königspaar Alfred Pryka und Ruth Blümers mit seinen Thronpaaren ebenso spendabel erwies wie das Drevenacker Geschäft Edeka-Kirsch und die Hünxer Bäckerei Schollin. Auf einem beigefügten Info-Blatt wurde die Nikolaus-Geschichte erzählt. So bleibt die Erinnerung an den Heiligen erhalten, der bei einem Rundgang durch seinen Heimatort eines Tages von der Not einer Familie erfuhr und mit Goldklumpen die Not der Familie beseitigen konnte. Auch Jahre später half er in der Stadt Myra vielen Menschen, die in Not steckten.

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Um dem heiligen Mann am Montag in Krudenburg einen langen Fußmarsch zu ersparen, stellte der Schütze Jürgen Wegener seine Ape, einen dreirädrigen Kleintransporter, zur Verfügung, die er selbst steuerte. Für den Nikolaus-Begleiter Ruprecht gab es keinen Platz auf der kleinen Ladefläche, die so eben für eine Bank für Nikolaus Frank Nettelbeck und die Geschenktüten ausreichte. Tannenzweige erweckten den Eindruck, als habe Nikolaus den weiten Weg zu den Kindern durch einen Tannenwald zurückgelegt.

Am Haus des Schützenpräsidenten Alfred Schüring startete Nettelbeck seine Fahrt. Begleitet wurde er von Thron-Mitgliedern, die brennende Fackeln trugen. Auf dem Weg über den Lippeweg und die Dorfstraße und während der Weiterfahrt durchs neue Dorf und durch die Feldmark, den Fliederweg und den Rosenweg hielt die Ape überall dort, wo Kinder aufgeregt auf den Nikolaus warteten. Mit Hilfe einer langen Stange überreichte Nikolaus den Kindern eine Tüte und vermied dadurch einen zu geringen Abstand.

Während in normalen Jahren der Nikolauszug im Schützenhaus endet, traf sich Nikolaus am Ende seiner gut einstündigen Rundfahrt mit seinen Begleitern zum Glühwein-Trinken am Haus Schüring, wo eine positive Bilanz gezogen wurde. Alfred Schüring dankte allen Sponsoren und Unterstützern, zu denen auch der Heimatverein gehörte.