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Änderungen bei Leitung und Strukturen in der Evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken

Kandidaten für Presbyterwahl stellen sich vor : Im nächsten Jahr weniger evangelische Gottesdienste

Änderungen bei Leitung und Strukturen in der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken. Bei einer Versammlung im Betsaal Bruch stellten sich auch die Presbyteriumskandidaten vor

Sie waren verständlicherweise ein wenig nervös angesichts der voll besetzten Reihen bei der Versammlung im Betsaal Bruch: 20 Kandidatinnen und Kandidaten hatten sich vorab bereit erklärt, bei der Wahl zum neuen Leitungsgremium der Evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken anzutreten, zwei von ihnen als Mitarbeiterpresbyterin. Bei ihrer persönlichen Vorstellung benannten sie auch Kompetenzen, Stärken, Bereiche, bei denen sie in der Leitung der Gemeinde gerne mitarbeiten möchten oder schon mitarbeiten, sofern sie erneut kandidieren. Und es wurde schnell deutlich: Da kommt viel Kompetenz zusammen, die eine qualifizierte Leitungsarbeit möglich macht.

Die Namen aller 22 Kandidatinnen und -kandidaten: Gisela Bonn, Heike Bruns, Günter Dickmann, Jutta Eggers, Sascha Eulering, Ralf van der Heyden, Wolfgang Hesselmann, Lukas Jaedicke, Katrin Krahn, Christoph Laszlob, Christian Olges, Dr. Angelika Schwert, Marlies Schwinem, Andrea van Staa, Susanne Starker, Stephan Teuwsen, Heide Vennemann, Alexandra Wieczorek, als Mitarbeiterpresbyterinnen Sabine Fischer-Borgardts, Nicole Mehring, Michaela Ruhrmann und Ursula Söker. Dass es für die Wahl neben der Möglichkeit der persönlichen Stimmabgabe am 1. März 2020 eine allgemeine Briefwahl gibt, war die Presbyteriumsentscheidung. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass dies die Wahlbeteiligung erhöht, so Vorsitzende Brigitte Kerber.

Pfarrerin Kirsten Luisa Wegmann erläuterte den Beschluss des Presbyteriums zur Veränderung der Gottesdienstlandschaft. Weniger Pfarrpersonal, Veränderungen bei Freizeitverhalten und familiären Strukturen und abnehmender Gottesdienstbesuch veranlassten die Gemeindeleitung dazu, ab Januar 2020 weniger Gottesdienste anzubieten. In den Ferien wird es nur noch zwei Gottesdienste pro Sonntag geben. Dabei soll neben den besonderen Gottesdiensten wie „Before Tatort“, Jazz- oder Gartengottesdiensten immer auch an einem weiteren Standort ein traditioneller Gottesdienst gefeiert werden. Zu besonderen Anlässen (Gemeindefeste) und von Mai bis August werden gemeinsame Gesamtgottesdienste gefeiert.

Nach der Verabschiedung von Pfarrer Ralf Federwisch verlässt auch Pfarrerin Sabine Röser-Blase (Betsaal Bruch) nach 16 Jahren die Gemeinde zum 1. Juli 2020 und wechselt, vorbehaltlich des Rechtsweges im Besetzungsverfahren, in eine Pfarrstelle in Walsum-Aldenrade. Ob die Stellen neu besetzt werden können, wird derzeit geprüft.

(P.N.)