Dinslaken: Abrissbagger schafft Zukunft

Dinslaken: Abrissbagger schafft Zukunft

Damit die Weichen für eine neue Nutzung des Lohberger Zechengeländes gestellt werden können, müssen erst einmal die Abrissbagger ihr Werk tun. Die erste Phase des „Rückbaus“ soll Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Die Aufgabe ist gewaltig. Es geht einschließlich Halden um eine Fläche von 310 Hektar . Und es geht um den Abriss von 230 000 Kubikmeter umbauten Raums – jetzt im ersten Bauabschnitt, später kommen noch einmal 300 000 bis 400 000 Kubikmeter dazu.

Arbeiten in volem Gange

Mit dem Jahr 2005 ging die hun dertjährige Bergbautradition in Lohberg zu Ende. Der Schacht wurde stillgelegt. Damit auf dem Gelände neues wachsen kann, muss das Areal so hergerichtet werden, dass neue Nutzer einziehen können. Die Arbeiten dazu sind in vollem Gange wie gestern Vertreter der MontanGrundstücksgesellschaft (MGG), der das Areal gehört, der deutschen Steinkohle und der Stadt Dinslaken erläuterten. Ein Teil der Maschinen sind bereits abgebaut, werden auf anderen Bergwerken genutzt oder wurden verkauft. Auch die Gleisanlagen der Zechenbahn sind zum Teil schon abgerissen, und nun beginnt der Abriss eines Teils der nicht denkmalgeschützten Gebäude. Dickster Brocken dabei ist die Kohlenwäsche und das Kesselhaus.

Möglichst viele Arbeitsplätze

Die Auflagen des denkmalschutzes machen eine neue Nutzung des Zechengeländes nicht gerade einfacher. Die Stadt, so der stellvertretende Planungsamtsleiter Wilfried Klein hat dennoch ein großes Interesse dabei, das möglichst viele der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude erhalten bleiben.

  • Dinslaken : Was auf dem Zechengelände entsteht

Ob das gelingt, wird sich aber erst im weiteren Verlauf des Verfahrens zeigen. Zunächst geht es jetzt darum, zu klären, welche Nutzungen auf dem Gelände überhaupt möglich sind. Dazu wird jetzt ein Werkstattverfahren in Gang gesetzt, an dessen Ende ein Nutzungskonzept für das ehemalige Zechengelände stehen soll. Oberstes Ziel bei all dem ist, dass auf dem Gelände möglichst viele neue Arbeitsplätze entstehen.

Am 19. Juni geht es los. Dann werden die vier Architekturbüros, die ausgewählt worden sind, detailliert in die Aufgabe eingewiesen. Am 10. August sollen dann erste Zwischenergebnisse präsentiert werden, die zwei Tage später bei einer Versammlung im ehemaligen Ledigenheim interessierten Bürgern vorgestellt und mit ihnen diskutiert werden sollen.

Am 21 September sollen die Architekturbüros ihre Entwürfe abgeben. Diese werden dann von einer Empfehlungskommission geprüft. Die Entscheidung , welcher Entwurf umgesetzt werden soll, fällt am 12 Oktober.

Am darauffolgenden Tag wird der Siegerentwurf den Bürgern vorgestellt.

Meinung

(RP)
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