Dinslaken: Abiballkleider - die Trends der Saison

Dinslaken: Abiballkleider - die Trends der Saison

Die zukünftigen Abiturienten in NRW fiebern den Abibällen entgegen. Lange Kleider sind im Trend. Bei den Farben dominieren Bordeauxrot, Dunkelblau, Taubenblau und Grau. Bis zu 350 Euro kosten die Kleider.

Nach den stressigen Abiturprüfungen beginnt jetzt der angenehmere Teil für die Schüler in NRW: Die Abibälle stehen an. Für viele Abiturienten ist für das standesgemäße Feiern auch das perfekte Outfit wichtig. Wir haben uns bei drei Schülerinnen zum Thema Kleider umgehört und im Weseler Modehaus Babiacki nach den aktuellen Trends gefragt.

Die 18-jährige Anna Lehnen ist Schülerin am Berufskolleg in Wesel. Sie erzählt, dass sie bereits im März ihr Abiballkleid gekauft hat. "Es ist dunkelblau, hat einen langen Tüllrock und das Oberteil ist mit Glitzer verziert", beschreibt sie. Gekauft habe sie es in einem kleinen Geschäft in Kleve und dafür 350 Euro hingeblättert. Vom Kauf im Internet rät sie ab: "Die Beratung im Geschäft ist sehr hilfreich, um ein Kleid zu finden, das auch richtig passt." Für den inoffiziellen Teil bevorzuge sie ein kurzes Kleid: "Damit hat man dann mehr Bewegungsfreiheit." Sie erzählt, dass viele ihrer Mitschülerinnen erst nach den Klausuren losziehen, um ein Kleid zu kaufen.

Dazu gehört auch die 19-jährige Kim Remmert vom Konrad-Duden-Gymnasium (KDG) Sie erzählt, dass sie auch ein langes Kleid tragen möchte. Ansonsten lässt sie sich überraschen: "Wenn man zu genaue Vorstellungen hat, wird man nur enttäuscht", befürchtet sie.

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Die Schülerin hat beobachtet, dass viele Mädchen sowohl ein langes als auch ein kurzes Kleid kaufen, um für die Zeugnisvergabe und den Abiball passend gekleidet zu sein. "Die meisten meiner Freundinnen haben das Kleid in Geschäften gekauft, die ein oder andere hat das Kleid jedoch über das Internet bestellt.

Janneke Storm (18) vom Andreas-Vesalius-Gymnasium (AVG) in Wesel möchte noch nicht verraten, wie ihr Kleid aussieht: "Ich möchte die anderen damit überraschen", sagt sie. Im Gespräch mit unserer Redaktion verrät sie aber, dass sie stolze 290 Euro dafür bezahlt hat. Ihrer Meinung nach seien lange Kleider im Trend. Die Farben Nude, Beige und Schwarz seien besonders gefragt. Auch "ein bisschen Glitzer" sei beliebt. "Viele kaufen im Internet, weil es dort einfach günstiger ist", erzählt die 18-jährige Schülerin. Problematisch findet sie, dass die bestellten Kleider oft nicht gut passen und noch geändert werden müssen.

Auch Stefanie Steinhauf, Inhaberin des Modehauses Babiacki, stellt diesen Trend fest: "Natürlich ist das Internet eine Konkurrenz, weil dem Kunden suggeriert wird, dass alles verfügbar sei." Sie weist jedoch darauf hin, dass es im Internet keine Beratung gibt. "Im Laden haben wir Fachpersonal und die Kunden können das Kleid sofort anprobieren. Außerdem können wir es noch genauer anpassen", sagt sie. Verkäuferin Silke Scheffler betont, dass der Kauf im Laden ein "besonderes Erlebnis" sei. Außerdem sei das geschulte Auge des Fachpersonals ein großer Vorteil für die Kundinnen: "Oft haben wir Kundinnen, die ein Kleid kaufen, das sie gar nicht anprobiert hätten, wenn wir sie nicht darauf aufmerksam gemacht hätten", so Scheffler. Sie erzählt, dass lange, ausgestellte Kleider im Trend seien: "Ungefähr 80 Prozent der verkauften Kleider sind lang", berichtet sie. Die Trendfarben seien Bordeauxrot, Dunkelblau, Taubenblau und Grau. Außerdem seien Pailletten, Glitzersteine und Softtüll angesagt. Das einzige No-Go sei ein Kleid, das nicht richtig sitzt. "Auch kleine Frauen können ein langes Kleid tragen", sagt sie. Wichtig sei es jedoch, die richtige Form auszuwählen: "Es kommt dabei nicht auf die Konfektionsgröße an, sondern auf die Frau." Der Preis der meisten Kleider liege zwischen 129 und 229 Euro. "Je aufwändiger ein Kleid ist, desto mehr kostet es natürlich", sagt Steinhauf. Nach oben hin gebe es keine Grenze.

(RP)