Dinslaken: Ab Freitag Bahnverkehr nur eingeschränkt

Dinslaken: Ab Freitag Bahnverkehr nur eingeschränkt

Ein Großteil des Nahverkehrs zwischen Duisburg und Essen wird ab Freitag, 22.30 Uhr, für zwei Wochen ausfallen oder umgeleitet. Auf einigen Streckenabschnitten werden bis zum Ende der Osterferien Busse eingesetzt.

Nur noch drei Tage, also ab Freitag (Abend), dann ruht im Duisburger Hauptbahnhof ein Großteil des Schienenverkehrs. Wie schon angekündigt, wird die Deutsche Bahn die Osterferien nutzen, um wichtige Bauarbeiten auf dem Abschnitt Duisburg-Essen durchzuführen und zum Beispiel den Neubau der Thyssenbrücke in Mülheim in Angriff zu nehmen. Dazu muss die Bahntrasse zwischen Duisburg und Essen gesperrt werden. Während der Fernverkehr über Gelesenkirchen umgeleitet wird, kommt es im Nahverkehr zu erheblichen Auswirkungen.

Die Anzeigetafel im Duisburger Hauptbahnhof gestern Vormittag. In nächster Zeit wird die rechte Spalte wohl mehr gefüllt sein. Foto: Screenshot

Auf dem Streckenabschnitt werden insgesamt acht einzelne Bauprojekte gleichzeitig durchgeführt, um die Sperrung der Strecke für den Eisenbahnverkehr bestmöglich zu nutzen. Um alle Maßnahmen innerhalb des geplanten Zeitraums durchführen zu können, müssen die Arbeiten auch nachts stattfinden. Es könnte somit für die Anwohner laut werden. Wegen der Vollsperrung kommt es von Freitag, 23. März, 22.30 Uhr, bis Montag, 9. April, 4 Uhr, zu weitreichenden Änderungen im Zugverkehr.

Die Züge der Linien RE 1 und RE 6 werden zwischen Dortmund und Duisburg wie der Fernverkehr umgeleitet und halten nicht in Bochum, Wattenscheid, Essen Hauptbahnhof (Hbf)und Mülheim. Stopps gibt es stattdessen in Herne, Gelsenkirchen und Essen-Altenessen.

Die RE 2 und RE 11 fallen zwischen Essen Hbf und Düsseldorf Hbf aus, die RE 42 zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf. Während der Hauptverkehrszeit werden einige Züge der RE 19 (Abellio) umgeleitet und halten zwischen Oberhausen-Sterkade und Düsseldorf Hbf nicht in Oberhausen Hbf, Duisburg Hbf und Düsseldorf Flughafen. Die RE 14 (NordWestBahn) fällt zwischen Essen Hbf und Bottrop Hbf aus. Es wird ein stündlicher Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die RB 35 wird zwischen Duisburg Hbf und Oberhausen-Sterkrade umgeleitet und hält nicht in Oberhausen Hbf.

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Als Ersatz fahren zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf tagsüber Express-SEV-Busse mit Zwischenhalt in Mülheim Hbf im Zehn-MinutenTakt. Abends von etwa 21 bis 24 Uhr sind die SEV-Expressbusse im 15-Minuten-Takt unterwegs. Nachts fahren die Busse dann durchgehend im 30-Minuten-Takt. Außerdem gibt es einen zusätzlichen stündlichen Pendelzug zwischen Dortmund und Essen Hbf mit Halten in Bochum und Wattenscheid, so dass tagsüber neben dem RE11 noch eine zweite stündliche Leistung im RE-Verkehr auf dieser Relation angeboten werden kann.

Die S 1 fällt zwischen Essen Hbf und Duisburg Hbf aus, die S 3 zwischen Essen Hbf und Oberhausen Hbf, die S 9 zwischen Essen Hbf und Bottrop Hbf. Als Ersatz fahren Busse im gewohnten Zugtakt (20 bzw. 30-Minuten-Takt). Die S 2 fällt in der Zeit zwischen 6 und 22 Uhr zwischen Dortmund-Mengede und Duisburg Hbf aus. Hierfür fahren Busse zwischen Essen-Altenessen und Oberhausen Hbf im gewohnten Zugtakt (alle 60 Minuten). Außerdem hält die Linie RE 3 (Eurobahn) zusätzlich in Essen-Zollverein Nord.

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen DB Regio, Abellio Rail und NordWestBahn haben in Abstimmung mit der DB Netz und dem Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) in den vergangenen Wochen Ersatzkonzepte erarbeitet, um die Auswirkungen auf die Bahnkunden so gering wie möglich zu halten. Insgesamt sind rund 50 Gelenkbusse mit rund 120 Fahrern in den Osterferien im Einsatz. So wird es in Essen Hbf stündlich mehr als 18 Abfahrten geben. Die Deutsche Bahn wird deutlich mehr Servicepersonal (mit rund 12.000 Einsatzstunden) an den wichtigen Haltestellen, so auch in Duisburg, einsetzen. Sechs zusätzliche Infopunkte werden als Anlaufpunkte für Reisende geschaffen. Darüber hinaus werden die Wegeleitung und die Information an den Bahnhöfen verstärkt: Mehr als 300 Plakate an den Stationen und in den Zügen, mehr als 100 Spannbanner an den Bahnhöfen und rund 200 Mastummantelungen sowie 1000 Footsteps zur Beschilderung des Weges vom Bahnhof zur Ersatzhaltestelle sind geplant.

Die Fahrplanänderungen sind im Nahverkehr bereits in den Online-Auskunftssystemen enthalten, im Fernverkehr mit Detailinfos ab Ende dieses Monats. Außerdem werden sie rechtzeitig über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Zudem sind sie unter bauinfos.deutschebahn.com/nrw und über die App DB Bauarbeiten abrufbar. Weitere Infos gibt es bei der DB-Servicehotline für den Schienenersatzverkehr unter 0202 51562515 und dem kostenfreien Bahnbau-Telefon 0800 5 99 66 55. Soweit die Infos vorliegen, beantworten die Mitarbeiter auch Fragen zu den anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. informieren über die Kontaktmöglichkeiten.

(RP)
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