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Ab Dienstag gilt Maskenpflicht auf Einkaufsstraßen in Dinslaken

Neue Corona-Regeln in Dinslaken : Ab Dienstag gilt Maskenpflicht auf Einkaufsstraßen

Ab Dienstag gilt die Maskenpflicht auf Einkaufsstraßen in Dinslakens City und im Zentrum von Hiesfeld. Ab nächste Woche gibt es zudem neue Einschränkungen für Hochzeiten und Beerdigungen.

14 neue Corona-Infektionen hat es übers Wochenende in Dinslaken gegeben. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für die Stadt ist damit erneut gestiegen und lag am Montag bei 65,4. Ab Dienstag gelten darum verschärfte Corona-Regeln in der Stadt.

So gilt nun an Werktagen zwischen 10 und 20 Uhr eine Maskenpflicht in den Einkaufs- und Aufenthaltsbereichen in Dinslakens Zentrum und in Hiesfeld. Das betrifft die Fußgängerzone vom Neutorplatz bis zum Altmarkt, insbesondere Neutorplatz, Neustraße, Duisburger Straße, Eppinghovener Straße und Altmarkt, wie die Stadt mitteilt. Es betrifft außerdem in Hiesfeld die Einkaufsstraßen von der Marschall- bis zur Rolandstraße, insbesondere Sterkrader Straße, Hohlstraße und Friedensstraße.

Diese Maßnahme wird also sofort umgesetzt. Nächste Woche kommen zudem neue Einschränkungen für Trauungen und Beerdigungen hinzu. „Ab der kommenden Woche darf eine Trauergemeinschaft nicht mehr als 50 Personen umfassen“, erklärt die Stadt Dinslaken. „Neben den unmittelbaren Angehörigen darf die Aussegnungshalle auf dem Parkfriedhof von maximal 13 Personen genutzt werden, auf dem Waldfriedhof sind es maximal 33 Personen.“ Für alle Gäste bei einer einer Bestattung gilt die Maskenpflicht.

Bei standesamtlichen Trauungen wiederum dürfen dann neben dem Brautpaar und den Trauzeugen nur maximal zehn Gäste das Trauzimmer betreten. Und diese müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen: „Von der Maskenpflicht befreit sind lediglich das Brautpaar und die Standesbeamtin.“

Hier gilt Maskenpflicht in Hiesfeld. Foto: Kreis Wesel/Stadt Dinslaken

Die Maskenpflicht auf den Einkaufsstraßen wird durch eine Allgemeinverfügung rechtlich verbindlich festgezurrt. Die Stadtspitze hatte das für den Fall angekündigt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Dinslaken an mehr als drei aufeinander folgenden Tagen über dem kritischen Wert von 50 läge. Das war nun am Montag erstmals der Fall. Die Verfügung soll so lange gelten, „bis die Sieben-Tage-Inzidenz im Stadtgebiet Dinslaken für 14 Tage in Folge unter dem Wert von 50 liegt“, kündigt die Stadt an.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt immer an, wie viele neue Corona-Infektionen bezogen auf 100.000 Einwohner binnen der letzten sieben Tage gemeldet wurden. Bei Kreisen und kreisfreien Städten wird ab einem Wert von 50 von „Risikogebieten“ gesprochen.

Dinslaken ist zwar eine kreisangehörige Stadt, und zunächst mal zählt für die offizielle Beurteilung nur der Wert des gesamten Kreises. Dieser lag am Montag bei 44,8. Die Situation speziell in Dinslaken sorgt also nicht automatisch dafür, dass Verschärfungen umgesetzt werden. Kommunen können aber selbstständig per Allgemeinverfügung tätig werden.

Die Stadt Dinslaken hält das für erforderlich. Beobachtungen hätten gezeigt, „dass an den genannten Örtlichkeiten“, also in den Einkaufsstraßen, „der Mindestabstand von 1,5 Metern oftmals nicht eingehalten wurde oder werden konnte“, führt sie in ihrer Allgemeinverfügung aus. „Dies liegt vornehmlich an der Zahl und Dichte der dort gleichzeitig anwesenden Personen.“ Man könne auch nicht sicherstellen, dass der Publikumsverkehr „homogen geregelt“ werde. Das heißt: Es wäre zum Beispiel nicht gut möglich, „Einbahnstraßen-Regelungen“ für den Publikumsverkehr einzuführen. Also seien Masken nötig.

(szf)