51 Geflüchtete kamen bis August nach Dinslaken

Bericht für die Politik : Mehr Ruhe in der Arbeit für Geflüchtete

Die Situation habe sich „normalisiert“, sofern man im Zusammenhang mit Flucht von Normalität sprechen könne, fasst die Stadt Dinslaken zusammen. 51 Menschen sind bis Ende Juli hergekommen.

In diesem Jahr sind bis Ende Juli 51 geflüchtete Menschen neu nach Dinslaken gekommen. Sie wurden der Stadt „zugewiesen“ oder sind über Umverteilung hergekommen, auch Geburten sind eingerechnet. Damit liegt die „Erfüllungsquote“ der Stadt Dinslaken – so der Stand von Mitte August – bei 93,94 Prozent; es gab eine „Unterbelegung“ von 16 Personen. Mit diesen Zahlen, die die Stadtverwaltung vorlegt, beschäftigt sich die Politik am kommenden Donnerstag, 12. September, im Sozialausschuss des Stadtrates.

Insgesamt vermittelt die Stadtverwaltung das Bild einer ruhigen und geordneten Lage. „Die Situation der Flüchtlinge in Dinslaken hat sich normalisiert, sofern man im Kontext von Flucht von Normalisierung sprechen kann“, erläutert sie. Wegen der weltweiten Entwicklung bleibe man aber „aufmerksam und fokussiert“.

Die Unterbringung von Geflüchteten erfolgt in Dinslaken zunächst mal zentral in der Gemeinschaftsunterkunft der Stadt, der Fliehburg. Dort lebten am Stichtag 18. August genau 408 Personen. „Die fünf vorgehaltenen Wohnungen im Hardtfeld sind nicht belegt“, heißt es in den Erläuterungen.

Grundsätzlich seien in der Einrichtung aktuell 602 freie Plätze vorhanden, wegen Sanierungsmaßnahmen gilt das in der Praxis allerdings zurzeit doch nicht. „Aufgrund der gesunkenen Flüchtlingszahlen sieht die Verwaltung hier jedoch aktuell keinen Handlungsbedarf“, teilt die Stadt mit. In Deutschland hätten im ersten Halbjahr 2019 insgesamt 84.866 Menschen Asyl beantragt, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch etwas mehr als 93.300 Personen.

Große Aufmerksamkeit gilt dem Thema Integration, und dabei geht es auch um Geld. Dieses wird rückwirkend gezahlt. In Nordrhein-Westfalen sollen Zuweisungen in Höhe von insgesamt 432,8 Millionen Euro an die Städte, Gemeinden und Kreise fließen. Wie viel davon in Dinslaken ankommt, ist noch offen. Die Daten für die Berechnungen – Zahlen vom Herbst 2018 – seien fristgemäß Anfang Juni dieses Jahres gemeldet worden.

Für das Vorjahr hat Dinslaken Integrationsmittel in Höhe von rund 263.400 Euro erhalten. „Die Mittel werden für die soziale Betreuung der Geflüchteten durch den Caritasverband sowie einzelne Maßnahmen verwandt“, erläutert die Stadtverwaltung.

„Das Thema der Integration wird uns alle noch viele Jahre beschäftigen“, betont sie abschließend. Dabei sei die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure wie unterschiedliche Behörden, Wohlfahrtsverbände oder Träger von Sprachkursen wichtig, da der Integrationsprozess eine langfristige Aufgabe darstelle. Viele Ehrenamtliche leisteten einen wertvollen Beitrag.

Entscheidend für die Integration sei das Erlernen der deutschen Sprache. Die Stadt Dinslaken verpflichtet Asylsuchende regelmäßig zur Teilnahme an Integrationskursen, erklärt sie und bekräftigt zugleich: „Alle anspruchsberechtigten Personen erhalten einen Zugang zu Integrationskursen.“ Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Trägern sei gut, das Angebot bedarfsgerecht, der Prozess sei erfolgreich.

(szf)
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