25 Jahre Altenpflegeheim Sankt Franziskus in Dinslaken

Weihbischof feierte mit : Franziskus-Heim feiert Silberjubiläum

In dem Altenpflegeheim sind die Menschen gut aufgehoben. Dank gilt Mitarbeitern, die dem Haus „eine Seele geben“.

Bei strahlendem Sonnenschein hatte das Team des Sankt-Franziskus-Altenpflegeheims am Sonntag allen Grund zur Freude, denn das Haus feierte sein 25-jähriges Bestehen. Nach einem schön gestalteten Gottesdienst im Festzelt, der von Weihbischof Rolf Lohmann gehalten wurde, fanden die Verantwortlichen der Einrichtung und Vertreter aus der Politik herzliche Worte für all diejenigen, die hier arbeiten und sich engagieren. In der Alltagsroutine komme es manchmal zu kurz, Danke zu sagen, sagte Christoph Heller, Geschäftsführer der Sankt Vincentius gGmbH. 25 Jahre Sankt-Franziskus-Altenpflegeheim bedeute auch 25 Jahre Engagement für die Bewohner, denn die Mitarbeiter seien an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden für die Bewohner da.

In einem Vierteljahrhundert ist viel geschehen. Dass die Zeit auch am Franziskus-Altenpflegeheim nicht spurlos vorüber gegangen ist, erläuterte Winfried Kopp, Leiter der Einrichtung, bei seinem Vortrag zur Geschichte des Hauses. Demnach haben sich nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen immer wieder verändert und die Mitarbeiter vor neue Herausforderungen gestellt. Auch bauliche Maßnahmen haben dem Altenpflegeheim ein anderes Gesicht gegeben.

Weihbischof Rolf Lohmann (rechts) gehörte zu den Gästen. Foto: Markus Joosten

Schon seit 1969 ist die katholische Kirchengemeinde Sankt Vincentius in der stationären Altenhilfe tätig (damals noch im Haus Maria Frieden). Um der modernen Altenpflege gerecht zu werden, wurde 1992 der Bau eines neuen Altenpflegeheimes beschlossen und am 21. April 1994 wurde Sankt Franziskus feierlich eingeweiht. Seitdem bietet das Haus 100 Bewohnern – darunter auch 14 im Wachkomabereich – ein Zuhause. Im Jahr 2006 wurde aus der Cafeteria der Franziskus-Treff – ein Ort der Begegnung. Die größte Baumaßnahme war aber zwei Jahre später der Erweiterungsbau am Ostflügel. Durch den Anbau konnten Doppel- in Einzelzimmer umgebaut und neue Gemeinschaftsflächen geschaffen werden. Auch die Umbenennung der Wohnbereiche in Euthymia, Vincentius und Maria-Theresia trugen zur familiären und gemütlichen Atmosphäre bei.

Das Jahr 2019 bringt weitere Veränderungen mit sich: Die letzten Clemensschwestern wurden verabschiedet, die GFO wurde alleiniger Gesellschafter und im Herbst wurde im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte errichtet. Eines haben alle strukturellen und baulichen Veränderungen gemeinsam: „Die Menschen, die hier leben und arbeiten, stehen im Vordergrund“, betont Winfried Kopp.

Das wurde auch in den Grußworten deutlich. Landrat Ansgar Müller lobte: „In Sankt Franziskus ist man gut aufgehoben“, und Bürgermeister Michael Heidinger machte darauf aufmerksam, dass das Altenpflegeheim in Dinslaken tief verwurzelt sei und zum sozialen Netz der Stadt gehöre. Sankt Franziskus sei für viele die letzte Wohnstätte, dies erfordere Sensibilität für Bewohner und Angehörige. Daher galt Heidingers Dank dem „großartigen Engagement“ der Mitarbeiter, die dem „Haus eine Seele“ gäben. Dass die Verbundenheit nicht nur von Seiten der Stadt und der Kirchengemeinde, sondern auch bei den Mitarbeitern groß ist, zeigte sich daran, dass eine ehrenamtliche und drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen für ihre 25-jährige Tätigkeit in Sankt Franziskus geehrt wurden.

Nach dem Festakt, der musikalisch von dem Ensemble „Con Spirito“ begleitet wurde, hatten die Besucher bei einem Imbiss die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und beim anschließenden Tag der offenen Tür mit zahlreichen Angeboten das Franziskus Altenpflegeheim, seine Menschen und die herzliche Atmosphäre kennenzulernen.

(cm)
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