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Hünxe: 21 junge Kätzchen in Hünxe ausgesetzt

Hünxe : 21 junge Kätzchen in Hünxe ausgesetzt

An der Pfannhüttenstraße wurden die Katzen gefunden. Sie sind jetzt im Tierheim Wesel. Die Tiere sind voller Flöhe, leiden unter Würmern und sind zum Teil unterernährt. Das Tierheim sucht Zeugen, die etwas beobachtet haben.

21 Katzenkinder sind jetzt im Tierheim Wesel gelandet. Eine Frau hatte 14 Kätzchen am vergangenen Donnerstag auf der Fahrbahn der Pfannenhüttenstraße in Hünxe vorgefunden. Beherzt packte sie die Kleinen ein und brachte sie in eine Tierklinik - wohl auch, weil einige nicht gesund aussahen.

Und das war nur der erste Schwung: Weitere sechs Katzenwelpen und ein einzelnes tauchten an der Stelle am Freitag auf. Die Tiere sind voller Flöhe, leiden unter Würmern und sind zum Teil unterernährt. "Fünf von ihnen sind in Quarantäne", sagt Sandra Stoller, stellvertretende Leiterin des Tierheims. "Wir wissen nicht, ob sie es schaffen werden, einige haben Katzenschnupfen oder sind sehr unterernährt." Sie erhalten jetzt Medikamente und ein besonderes Futter, damit sie hoffentlich wieder zu Kräften kommen.

Woher die rund fünf Monate alten Tiere stammen, weiß hier kein Mensch. Die jungen Katzen sind nicht gechipt, vermutlich auch nicht geimpft. "Wir hoffen darauf, dass jemand etwas bemerkt hat", sagt Stoller. Die Kätzchen sind sehr menschenbezogen, die meisten von ihnen Kater - einige getigert, andere schwarz-weiß. "Es kann sein, dass jemand zu züchten begonnen hat", überlegt Stoller, "aber das sind Spekulationen." Obwohl alle ungefähr gleich alt sind, stammen sie wohl nicht aus einem Wurf. Eine gewisse verwandtschaftliche Ähnlichkeit ist aber kaum zu übersehen.

Und Sandra Stoller bittet um Futterspenden, Kittenfutter nass oder trocken ist jetzt gefragt, um die hungrigen Mäulchen zu füttern. Wann die Katzen vermittelt werden können, ist noch unklar: Erst wenn der Tierarzt grünes Licht gibt und sich niemand findet, der die Bande vermisst, kann sie in die Vermittlung gehen. Das kann noch einige Wochen dauern.

Katzen aus dem Tierheim werden geimpft abgegeben, außerdem ist die spätere Kastration in der Schutzgebühr von 130 Euro inklusive. Zunächst einmal sucht das Tierheim Wesel aber Zeugen, die vielleicht etwas beobachtet haben und Informationen geben können. Sie und mögliche Futterspender können sich unter der Telefonnummer 0281 56 699 im Tierheim melden.

(sz)