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16-Jähriger rast mit Auto der Mutter durch Dinslaken

Beinahe-Unfälle : 16-Jähriger liefert sich wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei

Mit durchgedrücktem Gaspedal über rote Ampeln, durchgezogen Linien und zwischen stehenden Autos hindurch.

Mit Vollgas ist am vergangenen Freitag ein 16 Jahre alter Jugendlicher durch Dinslaken gerast. Das Auto, einen schwarzen Citroen, hatte er sich von seiner Mutter ohne deren Wissen „ausgeliehen“. Auf der Karl-Heinz-Klingen-Straße fiel der Kleinwagen einem Polizisten auf, der in einem Elektro-City Flitzer unterwegs war. Der Beamte sah, wie der Citreoen nach links in die Max-Eyth-Straße abbog und dann trotz durchgezogener Linie ein Fahrschulauto auf der Otto-Lilienthal-Straße überholte.

An der Kreuzung Hanielstraße/ Hünxer Straße zog der Fahrer vor einer roten Ampel auf die Linksabbiegerspur und bog dann trotz Rotlicht nach rechts auf die Hünxer Straße ab. Dort drückte der 16-Jährige dann so richtig auf die Tube, raste durch eine Tempo-30-Zone (Krusenstraße) und überfuhr an der Kreuzung Ziegelstraße / Hanielstraße erneut eine rote Ampel.

Der Polizeibeamte ließ sich weiter zurückfallen und beobachtete die Chaos-Fahrt des schwarzen Kleinwagens nur noch aus der Ferne. An der Ziegelstraße geriet der Raser nach einem Überholmanöver ins Schleudern. Erst im letzten Moment gelang es ihm, den Wagen abzufangen. Trotz des Beinah-Unfalls drosselte der Fahrer das Tempo nicht, sondern fuhr über die Ziegelstraße weiter. An der Kreuzung Oberhausener Straße und Karl-Heinz-Klingen-Straße raste er in der Mitte zwischen zwei Autos durch, die vor einer roten Ampel standen.

Dabei beschädigte er den Außenspiegel einer 38-jährigen Dinslakenerin, die mit ihrem Auto vor der Ampel wartete. Ohne abzubremsen raste er in gleichem Tempo weiter. Danach verlor sich die Spur des Citroen zunächst, bis Polizeibeamte den Kleinwagen, seine Halterin und deren 16-jährigen Sohn zu Hause ausfindig machten.

Als die Polizeibeamten die Halterin mit den Vorfällen konfrontierten, fiel diese aus allen Wolken. Ihr 16-jähriger Sohn gab anschließend zu, dass er sich das Auto seiner Mutter für den „Ausflug“ ausgeliehen hatte. Die Tatsache, dass er noch keinen Führerschein besaß, sondern gerade erst damit begonnen hatte, ließ ihn offensichtlich nicht an seinen Fahrkünsten zweifeln.

Polizeibeamte fanden unterdessen heraus, dass Sohnemann sich das Auto bereits am vergangenen Dienstag für einen nächtlichen Abstecher nach Düsseldorf „ausgeliehen“ hatte. Natürlich ebenfalls ohne das Wissen seiner Mutter. Dort waren seine „Fahrkünste“ ebenfalls einer Streifenwagenbesatzung auf der Arnheimer Straße aufgefallen, der Führerscheinkontrolle entzog sich der 16-Jährige schon dort mit einem kräftigen Tritt aufs Gaspedal.

(RP)