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Voerde: 137 verschiedene Tarife

Voerde : 137 verschiedene Tarife

Die Abkürzung "GEMA" steht für "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte".

In ihrer Arbeit im Dienste der Musikschaffenden bekam die GEMA 1965 mit dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz ihre bis heute gültige rechtliche Grundlage und vertritt in Deutschland rund 65 000 Mitglieder.

Das Tarifsystem der GEMA ist extrem komplex, denn um alle Arten der Musikaufführung zu erfassen, gibt es 137 verschiedene Tarife. Bei Diskotheken richten sich die Tarife nach Fläche, Eintrittspreisen und den Veranstaltungstagen im Monat. Für Silke Saathoff vom Paradise Planet ist dieses Modell nicht fair, denn die GEMA berechnet zum Beispiel für eine 1000 Quadratmeter große Disco pauschal 1000 Gäste, die alle den vollen Eintritt bezahlen.

"Kommen nur 800 Leute, werden trotzdem 1000 berechnet. Deshalb muss man sich überlegen, nur an effektiven Tagen zu öffnen", so Saathoff. Die Betriebsleiterin des "Planet" hat dabei nichts gegen das Urheberrecht — "Arbeit muss entlohnt werden" — doch müssen die Tarife bezahlbar bleiben: "Dass die GEMA dann noch sagt, man solle die Getränkepreise erhöhen, wenn man es nicht zahlen kann, ist einfach lächerlich."

Für Saathoff steht fest, dass es zu einem Gastronomiesterben kommen wird: "Und dann wird die GEMA langfristig weniger Einnahmen als jetzt haben."

Was DJs, Veranstalter, Musiker und Produzenten aus Düsseldorf und der Region zu den geplanten GEMA-Tarifen sagen, lesen Sie hier!

(gaa)