Sturm "Friederike": Schulministerin Gebauer weist Kritik wegen Chaos an Schulen zurück

Sturm "Friederike" : Schulministerin Gebauer weist Kritik wegen Chaos an Schulen zurück

Wegen des Sturmtiefs "Friederike" soll es bei Schließungen von Schulen teilweise zu chaotischen Verhältnissen gekommen sein. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) weist die Kritik zurück.

Die Schulleitungen könnten in Abstimmung mit den Schulträgern frei entscheiden, ob sie aufgrund extremer Wetterverhältnisse die jeweilige Schule schließen oder den Unterricht vorzeitig beenden, sagte Gebauer am Donnerstag in Düsseldorf. Dies sei die verbindliche Rechtsgrundlage. Die Eltern könnten zudem für sich entscheiden, ihre Kinder zuhause zu lassen.

In einigen Städten hatten Schulen unterschiedlich auf die Sturmwarnungen reagiert. Während einige bereits am Vortag die Schließung angekündigt hatten, beendeten andere Schulen erst am Vormittag nach der ersten oder zweiten Stunde den Unterricht.

Schulen haben Fürsorgepflicht

Gebauer erinnerte die Schulen an ihre Fürsorgepflicht. "Die Schulen müssen offen gelassen werden, damit die Kinder in Sicherheit sind." Es sei bekannt gewesen, dass es einen gewaltigen Sturm geben würde.
In so einem Fall sei es "nicht von Vorteil, wenn man erst im Auge des Sturms eine Entscheidung trifft".

Das Schulministerium habe bereits am Mittwochabend über alle Kanäle über die Rechtslage informiert. Sie dürfe aber nicht die Entscheidung für alle Schulen vorgeben, sagte Gebauer.

(gaa)
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