Schulen nehmen keine Kinder aus dem Umland auf

Schulen nehmen keine Kinder aus dem Umland auf

Die städtischen Düsseldorfer Gymnasien bleiben beliebt und wachsen weiter. Wegen der hohen Anmeldezahlen sollen drei Schulen zum Sommer einen weiteren Zug einrichten: Das Cecilien-Gymnasium in Niederkassel, das Gymnasium Koblenzer Straße in Urdenbach und das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Bilk werden um je eine Klasse erweitert. Nach Angaben der Schulverwaltung wurden rund 100 Kinder mehr angemeldet als noch vor einem Jahr; damit steigt die Zahl der künftigen Fünftklässler an Gymnasien auf etwa 1800.

Und das, obwohl die Schüler aus den Nachbargemeinden gar nicht mehr aufgenommen werden können. Allein 40 Schüler aus Meerbusch sowie 50 aus dem weiteren Umland würden zwar gern in Düsseldorf zur Schule gehen. Sie werden aber nur angenommen, wenn sie schon Geschwister an dem betreffenden Gymnasium haben. "Darauf haben wir uns mit den Schulleitern geeinigt. Es kann nicht sein, dass Kinder aus dem Umland einen Platz bekommen und Düsseldorfer Kinder abgelehnt werden", erklärt Silke Vogelbusch, Leiterin des Schulverwaltungsamts. Die Meerbuscher Gymnasien hätten aber noch freie Kapazitäten.

Die Stadt hatte sogar mit einem noch größeren Ansturm gerechnet: Die Schulformempfehlung der Grundschulen ist seit diesem Jahr nicht mehr verpflichtend für die Eltern. Vogelbusch: "Doch die meisten Eltern halten sich offenbar dennoch daran." Denn die vorläufigen Anmeldezahlen seien zu denen des Vorjahrs kaum verändert. Bei den Realschulen bleibe "alles gleich", heißt es, und die Hauptschulen seien erstaunlich stabil, wenn auch mit 300 Anmeldungen auf niedrigem Niveau.

  • Mönchengladbach : Mehr Anmeldungen an Hauptschulen und Gymnasien

Auch wenn die offizielle Liste noch nicht komplett ausgewertet ist, zeichnen sich schon jetzt die beliebtesten Schulen mit den meisten Anmeldungen ab. An der Spitze liegen erneut das Humboldt-Gymnasium in Pempelfort und das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Benrath.

Die vier städtischen Gesamtschulen sind bis an ihre Kapazitätsgrenzen ausgelastet und mussten etliche Schüler ablehnen.

(RP)
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