Schülerminister 2017: RP bringt Schüler und Politik zusammen

NRW-Landespolitik: Wir suchen den Schülerminister 2017

Turbo-Abi ja oder nein? Soll die Schule später beginnen? Soll Cannabis verboten bleiben? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gehen NRW verloren, wenn es weiterhin neue Schulden macht? Bei der Aktion "Deine Stimme zählt" bringen wir Schüler mit Politikern ins Gespräch.

Obwohl Jugendliche zu vielen landespolitischen Themen eine klare Meinung haben, dürfen sie bei der Landtagswahl am 14. Mai 2017 nicht an die Urnen. Eine Initiative von SPD, Grünen und Piraten im NRW-Landtag zur Absenkung des Wahlalters auf 16 ist vor wenigen Monaten knapp gescheitert.

Die Rheinische Post möchte allen Schülern ab 16 Jahren in NRW trotzdem eine landespolitische Stimme geben: Wir suchen eine "Schülerministerin" und einen "Schülerminister", die gemeinsam die Interessen der Jugendlichen in NRW gegenüber der Landespolitik vertreten.

Im März 2017, also unmittelbar vor der Landtagswahl, organisiert die Rheinische Post dazu eine große Wahlarena. Dort werden die beiden "Schülerminister" vor großem Publikum mit den Spitzen aller relevanten Parteien des Landes über ihre Anliegen streiten.

Schülersicht auf die Fehler der Landespolitik

Bei wem fühlen Jugendliche sich gut aufgehoben? Sind die Wahlversprechen von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), ihrem Herausforderer Armin Laschet (CDU), Grünen-Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann und FDP-Frontmann Christian Lindner realistisch? Welche Fehler hat die Landespolitik aus Schülersicht in den vergangenen Jahren gemacht, und welche Themen müssen nach der Wahl als Erstes angepackt werden?

Robin Ziskoven aus Langenfeld Foto: Matzerath Ralph
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Ein Schüler, der mit seiner Klasse an den Start geht, ist zum Beispiel der 18-jährige Robin Ziskoven aus Langenfeld. Er ist überzeugt, dass "Deine Stimme zählt" vielen Schülern die Politikverdrossenheit nehmen kann: "Wir können unsere Meinung sagen, und Politiker hören sie sich auch an", sagt er.

Lea Hückelhoven aus Mönchengladbach Foto: rm-/jkn

Die 17-Jährige Lea Hückelhoven aus Mönchengladbach, die ebenfalls mit ihrer Schule an den Start geht, will sich dagegen um das Thema G 8 bemühen - und wieder eine Verlängerung der Schulzeit fordern. "Es gibt zu viele Schüler, die damit überfordert sind", sagt sie.

Die "Schülerministerin" und der "Schülerminister" werden von den teilnehmenden Schulen in einem zweistufigen Verfahren ermittelt: Im ersten Schritt einigt sich jede Schule per demokratischer Abstimmung auf einen Kandidaten und eine Kandidatin. Das sind unsere "Schüler-Abgeordneten". Im zweiten Schritt senden uns diese "Schüler-Abgeordneten" jeweils einen maximal 60-sekündigen Wahlwerbespot.

Wir werden regelmäßig über das Projekt berichten. Weitere Infos gibt es auf deinestimmezaehlt.rp-online.de.

(lai/tor)
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