Rheinquerung U 81: Düsseldorf finanziert vor

Rheinquerung U 81: Düsseldorf finanziert vor

Oberbürgermeister Dirk Elbers (CDU) drückt bei der neu geplanten Stadtbahnlinie U 81 aufs Tempo: Weil sich bisher nicht alle Nachbargemeinden entschließen konnten, sich an der Finanzierung der dafür notwendigen Machbarkeitsstudie zu beteiligen, tritt Düsseldorf nun in Vorleistung. "Wir bringen dieses für Düsseldorf und die Region bedeutende Nahverkehrsprojekt auf die Schiene, indem wir die Finanzierung übernehmen und die Planung somit vorantreiben", sagte Elbers auf RP-Anfrage.

Planung in zwei Schritten

Die U 81 soll zunächst den Flughafen mit der Messe verbinden und später über eine Rheinquerung die linksrheinischen Stadtteile und Kommunen anbinden. Auch eine Verlängerung nach Osten Richtung Ratingen ist geplant. Als es um eine Beteiligung an der Finanzierung der Machbarkeitsstudie für die neue Linie ging, war manche Gemeinde, die von der neuen Verbindung profitieren würde, dabei, anderen war das zu teuer.

In der Sitzung der "Arbeitsgruppe U 81", an der neben der Stadt Düsseldorf, die Industrie- und Handelskammern (IHK) der Landeshauptstadt und des Mittleren Niederrheins sowie die linksrheinischen Kreise und Gemeinden vertreten sind, wurde nun verabredet, dass das Düsseldorfer Rathaus die Vorfinanzierung übernimmt.

Für 2011 und 2012 stellt die Stadt Planungsmittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro bereit – sie sind für den ersten Streckenabschnitt vom Freiligrathplatz zum Flughafen-Terminal vorgesehen. Damit kann die Planung so weit vorangebracht werden, dass das Verkehrsprojekt in das Bundesprogramm nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz aufgenommen werden kann.

Für die weiteren Abschnitte mit der Rheinquerung Richtung Handweiser und zum Fernbahnhof am Flughafen wird mit der IHK Mittlerer Niederrhein sowie den linksrheinischen Kreisen und Kommunen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Mit ihr wird der Verkehrswert der Strecke ermittelt. Ist er hoch, erfüllen auch diese Abschnitte die Voraussetzung, in das Förderprogramm des Bundes aufgenommen zu werden. Düsseldorf wird die Planungskosten in Höhe von 160 000 Euro vorfinanzieren.

(RP)
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