Zwei Tote bei Unfall auf A4: Falschfahrer äußert sich zu Mordvorwurf

Zwei Menschen sterben auf A4 : Falschfahrer äußert sich zu Mordvorwurf und zeigt Reue

Ein Niederländer soll beim Versuch, sich das Leben zu nehmen, auf der Autobahn 4 absichtlich in den Gegenverkehr gefahren sein. Ein Ehepaar kam dabei ums Leben. Nun steht der Falschfahrer wegen Mordes vor Gericht.

Ein 47 Jahre alter Niederländer hat sich vor dem Landgericht Aachen dazu bekannt, als Falschfahrer einen schweren Unfall mit zwei Toten verursacht zu haben. "Ich weiß, dass dies unverzeihlich und nicht zu entschuldigen ist", versicherte er den Angehörigen in einer Erklärung, die am Montag von seinem Anwalt verlesen wurde.

Der Mann hatte einen Abschiedsbrief in seinem Wagen gehabt und handelte nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft in Suizidabsicht. Er ist des zweifachen Mordes und des sechsfachen Mordversuchs angeklagt.

Angeklagter will keine Erinnerungen haben

Der Angeklagte sagte aus, er könne sich an den Tattag und die unmittelbar davorliegenden Wochen nicht mehr erinnern. Sein Verhalten sei ihm ein Rätsel. Er war nach dem Unfall selbst mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gekommen.

Am 20. Januar dieses Jahres war der Elektrotechniker in Düren-Merzenich falsch auf die Autobahn 4 von Köln nach Aachen aufgefahren. Er beschleunigte auf dem Standstreifen und raste dann laut Anklage in den ihm entgegenkommenden Verkehr. Sein Wagen prallte gegen einen Lastwagen und wurde von dort gegen mehrere andere Fahrzeuge geschleudert. Während er selbst überlebte, starb ein Ehepaar aus einem entgegenkommenden Audi. Drei andere Autofahrer wurden verletzt, weitere drei kamen mit dem Schrecken davon.

(sef/lnw)
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