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Blindgänger im Ruhrgebiet: Zwei Bomben in Herne sind entschärft

Blindgänger im Ruhrgebiet : Zwei Bomben in Herne sind entschärft

Rund 10.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, der Zugverkehr war unterbrochen und ein Autobahnkreuz gesperrt. In Herne sorgte eine Bombenentschärfung für großen Aufwand.

In Herne sind am Sonntag zwei große Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Darunter war eine 1,8 Tonnen schwere Luftmine, die nur selten entdeckt wird. Die Feuerwerker des Kampfmittelräumdienstes benötigten nach Angaben eines Stadtsprechers rund eineinhalb Stunden, um beide Bomben unschädlich zu machen.

Die beiden Blindgänger waren bei der Auswertung von Luftbildern auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses gefunden worden. Das Grundstück soll neu bebaut werden. Für die Zeit der Bombenentschärfung mussten rund 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Hauptbahnhof Wanne-Eickel wurde der Zugverkehr gestoppt, das Autobahnkreuz Herne war zeitweise gesperrt.

Der für 11.30 Uhr angepeilte Start der Entschärfung verzögerte sich zunächst. Polizisten und Mitarbeiter der Stadt gingen den gesamten Evakuierungsbereich mit einem Radius von 1,5 Kilometern um die Fundstelle der Bomben ab. Gegen 12.45 Uhr konnten sie schließlich grünes Licht geben.

Die Experten des Kampfmittelräumdienstes machten zunächst eine 250 Kilogramm schwere Sprengbombe unschädlich. Dafür benötigten sie etwa eine halbe Stunde. Solche Bomben müssen nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg am häufigsten entschärft werden.

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Die Entschärfung der 1,8 Tonnen schweren Luftmine war nach Angaben der Stadt um 14.15 Uhr gelungen. Luftminen mit einem Gewicht von deutlich mehr als einer Tonne werden selten entdeckt. Zuletzt mussten die Experten der Bezirksregierung Arnsberg eine solche Mine im November 2013 in Dortmund entschärfen. Damals mussten sogar 20.000 Menschen das gefährdete Gebiet verlassen.

(lnw)