Zuwanderung in NRW: Jeder dritte Schüler hat Wurzeln im Ausland

Zuwanderung in NRW: Jeder dritte Schüler hat Wurzeln im Ausland

Jeder dritte Schüler in Nordrhein-Westfalen hat eine Zuwanderungsgeschichte. In einigen Großstädten und an Hauptschulen liegen die Anteile bei 50 Prozent.

33,6 Prozent der Schüler in NRW haben laut einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Düsseldorf ihre Wurzeln im Ausland. Vor allem in Großstädten ist der Anteil hoch: Gelsenkirchen (53 Prozent) und Duisburg (47 Prozent) stehen dabei an der Spitze. In ländlichen Kreisen wie Borken (18,4 Prozent) und Coesfeld (14 Prozent) leben die wenigsten Schüler mit Zuwanderungsgeschichte.

Die Unterschiede zeigen sich dem Statistischen Bundesamt zufolge auch in der Schulform: An den Hauptschulen im Land hatte 2016 rund die Hälfte aller Schüler einen Migrationshintergrund. An den Realschulen betrug der Anteil 43 Prozent, an Gesamtschulen etwa 40 Prozent. An Sekundarschulen (34,6 Prozent) und Gymnasien (26,4 Prozent) werden die wenigsten Kinder mit Wurzeln im Ausland unterrichtet.

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Als Schüler mit Zuwanderungsgeschichte gelten Jungen und Mädchen, die im Ausland geboren wurden und nach Deutschland zugewandert sind. Ebenso werden Schüler dazu gezählt, wenn mindestens ein Elternteil im Ausland geboren wurde und zugewandert ist. Als drittes Kriterium gilt, wenn in der Familie die Hauptsprache nicht Deutsch ist.

(veke)