Kölner Zugleiter Holger Kirsch „Keine Sexualpraktiken wie in Düsseldorf“

Köln · Die Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf ist zur Genüge bekannt. An Karneval herrscht aber kein Konkurrenzdenken, sagt der Kölner Zugleiter. Oder etwa doch?

Karneval in Köln 2024: Bunte Kostüme bei den "Schull- un Veedelszöch"
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Bunte Kostüme und gute Laune – die "Schull- un Veedelszöch" ziehen durch Köln

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Foto: dpa/Oliver Berg

Der Kölner Rosenmontagszug ist nach Einschätzung seines Zugleiters Holger Kirsch etwas harmloser als der in Düsseldorf. „Wir behandeln ja eigentlich immer die gleichen Themen, das Einzige, was vielleicht den Unterschied ausmacht, ist, dass wir in der Darstellung vielleicht uns ein bisschen zurücknehmen, weil ich den Kölner Rosenmontagszug als großes Familienfest empfinde“, sagte Kirsch am Montag. „Und ich möchte eigentlich nicht, dass am Wegesrand Eltern vielleicht in Erklärungsnöte geraten, wenn da irgendwelche Sexualpraktiken gezeigt sind oder einem der Schädel weggepustet wird.“

Die Wagen des Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly gelten im Allgemeinen als deutlich frecher als die der Kölner. Sie finden auch international die meiste Aufmerksamkeit. Kirsch betonte jedoch, er empfinde keine Konkurrenz zu Düsseldorf und habe ein sehr gutes Verhältnis zu Tilly. „Im vergangenen Jahr hat er mir noch 'ne Glückwunsch-SMS geschickt dafür, dass wir so tolle Wagen gehabt haben.“

Im Übrigen sei der Kölner Rosenmontagszug länger und werde auch von deutlich mehr Menschen am Straßenrand verfolgt. „Ich will ja jetzt nicht so gemein sein: Vielleicht interessieren sich auch mehr für den Kölner Rosenmontagszug“, sagte Kirsch.

(hsr/dpa)
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