Zahl der Waldbrände steigt „So ein Feuer habe ich nicht für möglich gehalten“

Düsseldorf · Mit der Zunahme heißer und trockener Jahre ist auch die Zahl der Waldbrände in NRW gestiegen. Das erhöht den Druck auf Waldbesitzer, Feuerwehren und die Politik, die Brandvorbeugung schnell zu intensivieren. Gefordert wird eine intensivere Zusammenarbeit – und mehr Geld.

Fotos: Die schlimmsten Waldbrände in NRW in den vergangenen Jahren
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So schlimm waren die Waldbrände in NRW in den vergangenen Jahren

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Foto: dpa/Michael Kling

Nur ungern denkt Kay Boenig an den Sommer 2020 zurück. Damals bekam es der Leiter des Regionalforstamts Bergisch Land mit einem Waldbrand in Gummersbach zu tun, den er selbst niemals für möglich gehalten hätte. „Normalerweise brennt nur das Unterholz, und das Feuer springt nicht in die Kronen – diesmal war aber genau das der Fall, selbst bei den schwerer brennbaren Eichen und Buchen“, erzählt Boenig. Solche sogenannten Vollfeuer sind viel schwieriger zu bekämpfen als einfache Vegetationsbrände, weil der thermische Aufwind die Funken weit trägt und immer neue Bäume entzündet. Rund 25 Hektar brannten damals ab, es war einer der größten Waldbrände, die das Land je erlebt hat. Immerhin sieht Boenig sich für das nächste Feuer besser aufgestellt. „Wir sind auf dem Weg“, sagt er, „noch aber sind alle Erschließungsdefizite nicht behoben.“