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Landesinstitut rät zur Impfung: Zahl der Masernerkrankungen steigt

Landesinstitut rät zur Impfung : Zahl der Masernerkrankungen steigt

Die Masern sind in Nordrhein-Westfalen weiter auf dem Vormarsch. In den vergangenen zwei Wochen habe es zwölf Neuerkrankungen gegeben, sagte der Mikrobiologe Ulrich van Treeck vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Münster auf ddp-Anfrage. Damit sei die Zahl der gemeldeten Krankheitsfälle in diesem Jahr auf 22 gestiegen.

Besonders betroffen sei der Kreis Gütersloh, sagte van Treeck weiter. Eine dortige Waldorfschule, an der bereits mehrere Erkrankungen aufgetreten waren, hatte in der vergangenen Woche nicht geimpfte Schüler und Lehrer bis zum 22. April vom Unterricht ausgeschlossen, um weitere Fälle zu vermeiden. Auch Schüler oder Lehrer, die keinen Impfausweis vorlegen konnten, sollten der Schule fernbleiben.

In den kommenden Wochen sei mit weiteren Erkrankungen im ganzen Land zu rechnen, sagte van Treeck und riet gleichzeitig zur Impfung. Nur so sei ein wirksamer Schutz hergestellt.

Den Angaben zufolge beginnen Masern meist mit einem wässrigen Schnupfen oder grippalen Infekt. Nach vier Tagen entwickle sich zudem ein Hautausschlag, und die Augen fingen an, sich zu röten. Folgeerkrankungen seien oft Entzündungen am Mittelohr oder der Lunge. Aber auch Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen könnten durch die Masern verursacht werden und Langzeitschäden verursachen.

(afp)