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Zahl der Drogentoten in NRW steigt deutlich an

Langzeitfolgen häufige Ursache : Zahl der Drogentoten in NRW steigt deutlich an

Die Zahl der Drogentoten in Nordrhein-Westfalen ist 2019 deutlich gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums starben 2019 insgesamt 292 Menschen in NRW durch den Konsum illegaler Drogen.

Das waren 52 Tote oder fast 22 Prozent mehr als im Jahr 2018, wie ein Sprecher des Ministeriums in Düsseldorf erklärte. Über die Zahlen hatte die Essener „Neue Ruhr/Rhein Zeitung“ (NRZ, Freitag) zuerst berichtet.

Laut Ministerium waren die Langzeitfolgen des Drogenkonsums die mit Abstand häufigste Todesursache: Daran starben im vergangenen Jahr 212 Menschen. „Dies zeigt erneut, dass trotz guter Therapien Drogenabhängigkeit eine schwere Erkrankung mit langfristigen Folgen ist“, sagte der Sprecher der Zeitung. Nachdem die Zahl der Drogentoten in NRW zwischen 2010 und 2015 um mehr als ein Drittel zurückgegangen war, steigt sie seit Jahren wieder an. Der Ministeriumssprecher betonte, dass die bisherigen niedrigschwelligen Beratungsangebote und Angebote in den Drogenkonsumräumen sowie die Angebote zur Substitution weiterhin fortgeführt und wenn möglich ausgebaut werden sollten.

Bundesweit waren dem Bericht zufolge 2019 insgesamt 1.398 Drogentote gezählt worden. Hauptursache waren Überdosierungen von Opioiden wie Heroin oder Morphin sowie die Kombination mit anderen Substanzen. Der bundesweite Anstieg bei der Zahl der Drogentoten fiel mit 9,6 Prozent deutlich geringer aus als jener in NRW.

(top/epd)