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In Nordrhein-Westfalen: Zahl der Asylbewerber um 28 Prozent gestiegen

In Nordrhein-Westfalen : Zahl der Asylbewerber um 28 Prozent gestiegen

Seit vier Jahren steigt deutschlandweit die Zahl der Asylbewerber - auch in Nordrhein-Westfalen. Im Ländervergleich ist der Zuwachs hier allerdings verhältnismäßig gering.

Die Situation in mehreren Krisenstaaten und auf dem Balkan hat die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen in Deutschland das vierte Jahr in Folge steigen lassen. Rund 225 000 Menschen bekamen Ende 2013 bundesweit Geld und Gutscheine nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das war über ein Drittel (36,2 Prozent) mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

In Nordrhein-Westfalen bezogen Ende 2013 mehr als 57 000 Menschen Asylleistungen. Diese Zahl entspricht einem Anstieg von knapp 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahresende und liegt somit unter dem Bundesdurchschnitt. Diese Zahlen hatte das statistische Landesamt bereits Ende Juni veröffentlicht.

Nach dem Ländervergleich des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag verzeichnete Bayern (58,1 Prozent) den größten Zuwachs an Asylbewerbern, gefolgt von Baden-Württemberg (56,5 Prozent) und Brandenburg (40,3 Prozent). Den geringsten Anstieg gab es in Hamburg mit knapp 22 Prozent.

Gleichzeitig liegt die Zahl der Asylbewerber mit gut fünf Hilfsempfängern pro 1000 Einwohner in der Hansestadt am höchsten. NRW liegt in dieser Statistik mit einer Zahl von knapp 3,3 im Mittelfeld, das Saarland rangiert mit knapp zwei Asylbewerbern pro 1000 Einwohner am Ende.

Die meisten Asylbewerber in NRW waren zum Jahresende 2013 dezentral, also etwa in angemieteten Wohnungen untergebracht (knapp 22 200). Fast ebenso viele wohnten in Gemeinschaftsunterkünften (knapp 21 900). Rund 13 300 lebten in Erstaufnahme-Einrichtungen.

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(lnw)