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Wuppertal: Tafel-Mitarbeiter soll gespendete Lebensmittel verkauft haben

Durchsuchung der Privatwohnung : Tafel-Mitarbeiter in Wuppertal soll gespendete Lebensmittel verkauft haben

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt seit März wegen des Verdachts des Betrugs gegen einen Mitarbeiter der Tafel. Er soll unter anderem große Mengen Schokolade im Internet verkauft haben.

Ein Mitarbeiter der Wuppertaler Tafel soll gespendete Lebensmittel aus den Räumen der Organisation gestohlen und dann gewinnbringend verkauft haben. Seit März werde unter anderem wegen Betrugs ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Wuppertal mit. So soll der 33-Jährige erhebliche Mengen gespendeter Schokolade auf einer Internetplattform verkauft haben.

Der Mitarbeiter sei mit sofortiger Wirkung freigestellt worden und werde gekündigt, teilte der Notvorstand der Tafel mit und versicherte, der Betrieb mit der Ausgabe von Lebensmitteln gehe auch über Ostern weiter. Die Tafel hatte im vergangenen Jahr Anzeige erstattet, weil 8800 gespendete Atemmasken gestohlen worden waren.

Nach Angaben der Ermittler soll der 33-Jährige auch dafür gesorgt haben, dass einer Person gerichtlich als Bewährungsauflage verfügte Arbeitsstunden bescheinigt wurden, obwohl sie nicht geleistet wurden.

Nach Angaben der Ermittler wurden am Donnerstag die Räume der Tafel und eine Privatwohnung durchsucht. Allgemein werde auch untersucht, ob die Tafel zurecht Leistungen des Jobcenters erhalten habe. Dabei geht es laut der Mitteilung um Seminare zur beruflichen Wiedereingliederung und ob sie korrekt durchgeführt wurden.

(chal/dpa)