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Wuppertal: Mieter nach Explosion wegen 21-fachen Mordversuchs vor Gericht

Prozessbeginn diese Woche : Mieter nach Explosion wegen 21-fachen Mordversuchs vor Gericht

Vor sieben Monaten erschütterte eine gewaltige Explosion einen Stadtteil in Wuppertal. Ein mehrstöckiges Wohnhaus stürzte Stunden später ein. Nun steht einer der Mieter wegen 21-fachen versuchten Mordes vor Gericht.

Nach der verheerenden Explosion und dem Einsturz eines Wohnhauses in Wuppertal steht einer der Mieter von diesem Mittwoch an wegen 21-fachen Mordversuchs vor Gericht. Das hat ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag mitgeteilt. Der 54-Jährige soll in suizidaler Absicht die Gasleitung manipuliert und die Explosion ausgelöst haben. Er selbst und vier weitere Bewohner waren dabei verletzt worden, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, die Explosion heimtückisch und gemeingefährlich verursacht zu haben.

Er hatte im Erdgeschoss des Hauses gewohnt. Die Ermittler der Mordkommission und ein Sachverständiger hatten in dem völlig zerstörten Gebäude Hinweise auf eine Manipulation an der Gasinstallation entdeckt. Insgesamt rund 30 Menschen, darunter auch kleine Kinder und Jugendliche, hatten in der Nacht zum 24. Juni 2018 auf einen Schlag ihr Zuhause verloren.

Die Explosion hatte die Wohnstraße kurz vor Mitternacht erschüttert. Wenig später waren Flammen aus dem Gebäude geschlagen. Das Haus brannte aus, die Überreste stürzten Stunden später in sich zusammen. In der Häuserreihe klaffte eine Lücke. Schutt, Steine, Fensterrahmen und Möbel bedeckten die Straße. Ein parkendes Auto war vom Trümmerhagel völlig zerstört worden.

(hsr/dpa)