Wuppertal: Mail-Flut nach Peta-Petition wegen Elefanten

Peta-Petition gegen Haltung von Zoo-Elefanten: Tierschützer fluten Postfächer der Stadt Wuppertal

Die Stadt Wuppertal hat in den vergangenen Tagen hunderte Mails von Tierschützern bekommen. Hintergrund ist ein Aufruf der Organisation „Peta“, die Vorwürfe gegen den Zoo erhebt. Es geht um die Haltung der Elefanten.

Tierschützer haben das Postfach der Stadt Wuppertal verstopft. "Es kamen ein paar hundert Mails an die Adressen des Oberbürgermeisters und die Ratsfraktionen - die Technik hat sich dann darum gekümmert", sagt eine Stadtsprecherin. Die Mails würden jetzt abgeleitet. "Die Fraktionen müssen schließlich erreichbar sein.

Hintergrund ist eine Petition von "Peta". Die Tierschutzorganisation hat Vorwürfe gegen den Wuppertaler Zoo erhoben. Es geht um die Elefanten, die nach Auffassung der Tierschützer wenig artgerecht für kommerzielle Zwecke missbraucht und mit einem Schürhaken, einen so genannten Elefantenhaken, gefügig gemacht werden. Ein Video soll die Vorwürfe belegen.

„Es ist unerhört, dass der Zoo Wuppertal Elefanten zu lebenden Fotokulissen und Turngeräten degradiert“, sagt Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta. „Mit dem Elefantenhaken werden die Tiere dressiert, damit sie posieren und Menschen auf ihrem Rücken tragen. Derartige Misshandlungen haben nichts mit Artenschutz oder Bildung zu tun.“

  • Wuppertal : Der Zoo weist die Vorwürfe von Peta zurück

Der Zoo weist die Vorwürfe zurück, die Haken würden nur zum Führen der Tiere eingesetzt. Betrieben wird der Zoo von der Stadt Wuppertal. "Der Zoodirektor ist zur Zeit wegen eines Artenschutzprojektes in Südafrika. Wenn er zurück ist, wird er sich sicher gern einer Diskussion stellen", sagt die Stadtsprecherin. Man habe Peta gebeten, das Videomaterial zur Verfügung zu stellen, um es anschauen und bewerten zu können - stattdessen habe die Organisaton es auf ihrer Seite veröffentlicht.

Dem widerspricht Peta: "Wir haben die Stadt vor drei Wochen angeschrieben mit der Info, dass wir Videomaterial haben, das wir gerne zeigen wollen", sagt Fachreferent Peter Höffken. Es habe geheißen, der Oberbürgermeister stehe nicht für Gespräche zur Verfügung, man solle das Video aber schicken. "Und jetzt setzen sie sich nicht mit dem Video auseinander, sondern mit der Mail-Flut." Fast 19.000 Unterschriften sind inzwischen in der Online-Petition zuammengekommen. Sie ist direkt an den Oberbürgerbürgermeister gerichtet und mit der Forderung verbunden, den "missbräuchlichen Umgang, wie er bisher mit den Elefanten im Zoo Wuppertal betrieben wird, zu beenden". Elefanten gehörten generell nicht in Zoos, dass die Tiere zudem Schläge fürchten müssten, sei inakzeptabel, heißt es in der Bittschrift.

(hsr)
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