Wuppertal erwirtschaftet erstmals seit 25 Jahren Haushaltsplus

Verschuldete Kommune: Wuppertal erwirtschaftet erstmals seit 25 Jahren Haushaltsplus

Wuppertal hat 2017 mehr Geld eingenommen als ausgegeben. Durch den Haushaltsüberschuss muss die Stadt erstmals seit 25 Jahren keine neuen Schulden aufnehmen, sondern kann ihre Kassenkredite sogar etwas reduzieren.

Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit. Demnach schloss Wuppertal das Jahr 2017 mit einem Plus von 90,6 Millionen Euro ab. Damit müsse die Stadt erstmals seit 1992 keine neuen Schulden aufnehmen, hieß es in einer Mitteilung. Stattdessen habe der Kassenkreditbestand 2017 um rund 150 Millionen Euro auf etwa 1,3 Milliarden Euro reduziert werden können.

Die kurzfristigen Kassenkredite sind vergleichbar mit Dispokrediten in Privathaushalten. Wuppertal gehört zu den NRW-Städten mit besonders hohem Kassenkreditbestand.

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Schon für 2018 fällt die Prognose allerdings wieder verhalten aus. Die Stadt rechnet derzeit mit einem Fehlbetrag von sieben Millionen Euro. Wuppertal gehört zu den finanzschwachen Kommunen im NRW-Stärkungspakt. Darin erhalten überschuldete Kommunen Konsolidierungshilfen vom Land und müssen im Gegenzug einen klaren Sanierungskurs einschlagen. So musste Wuppertal bis 2017 einen ausgeglichenen Haushalt schaffen.

Das NRW-Innenministerium hatte kürzlich für das Jahr 2016 berichtet, dass 173 Kommunen einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen konnten - 39 mehr als 2011.

(wer)