Witten: Aufregung um mutmaßliche Kobra-Sichtung in Witten

Angeblich große Schlange entdeckt : Aufregung um mutmaßliche Kobra-Sichtung in Witten

In Witten waren am Donnerstag Feuerwehr, Polizei und ein Reptilienexperte aus Düsseldorf in Aufregung - Spaziergänger hatten angegeben, eine Kobra in einem Park entdeckt zu haben.

Nicht schon wieder, will man meinen: Erst Ende August wurde in Herne über eine Woche nach einer giftigen Kobra in einem Wohnhaus gesucht, bis das Tier endlich an einem Kelleraufgang gefangen werden konnte. Nun ist die Aufregung im 21 Kilometer entfernten Witten groß. Zwei Passanten wollen unabhängig voneinander eine Kobra im Lutherpark gesehen haben.

„Die Schlange soll drei Meter lang sein und sich aufgerichtet haben“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr unserer Redaktion. Daraufhin habe man die Polizei alarmiert. „Wir nehmen das Ganze sehr ernst, können aber weder bestätigen noch dementieren, dass es sich tatsächlich um eine Kobra handelt“, sagte eine Polizeisprecherin. Gemeldet wurde die Sichtung der mutmaßlichen Kobra am Donnerstagmittag.

Feuerwehr und Polizei suchten im Park nach dem Tier. Laut Feuerwehrsprecher wurde auch ein Reptilienexperte aus Düsseldorf hinzugezogen. „Seinen Angaben nach könnte es sich laut der Beschreibung Kobra tatsächlich um eine Königskobra handeln“, sagte der Feuerwehsprecher weiter. Am späten Nachmittag wurde der Einsatz dann aber ergebnislos abgebrochen.

In Herne dauerte die Suche nach der damals entlaufenden Kobra mehrere Tage an. Sie war offenbar aus der Wohnung eines Mannes entflohen, der gleich mehrere der giftigen Schlangen hielt. Dabei kann ein Biss einer solchen Kobra tödlich enden. „Tritt man zum Beispiel auf die Schlange, kann sie ohne Vorwarnung sofort zubeißen“, sagte Reptilienexperte Byner. Dem Tier sollte man sich auf keinen Fall nähern und stattdessen sofort den Notruf wählen.

Der Deutsche Tierschutzbund kritisiert, dass Privatleute in NRW Schlangen halten dürfen. Nach aktueller Gesetzeslage ist es jedoch erlaubt. NRW gehört neben unter anderem Baden-Württemberg, Hamburg und Rheinland-Pfalz zu den acht Bundesländern in Deutschland, die keine besonderen Schutzmaßnahmen für die Haltung von potentiell gefährlichen Tieren vorschreiben.

(dtm)