Risiko von Extremwintern Es schneit seltener – aber heftiger

Düsseldorf · Durch den Klimawandel sind die Winter wärmer und feuchter geworden. Die Zahl der Schneetage ist zurückgegangen, die Gefahr von Extremschneefällen aber gestiegen. Auch NRW muss sich auf solche Verhältnisse einstellen, sagt ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes.

Schnee in Düsseldorf 2023: Winterliche Louise Dumont und Schneemänner
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So schön war der erste Schnee in Düsseldorf

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Foto: Bretz, Andreas (abr)

Der Winter hat in diesem Jahr in Teilen von NRW schon früh relativ viel Schnee gebracht, in Süddeutschland sogar rekordverdächtige Mengen. Zwar sind weitere Schneefälle in den kommenden Wochen zumindest in Nordrhein-Westfalen nicht in Sicht, doch der Winter ist noch lang. Generell allerdings sei die Zahl der Schneedeckentage, also Tagen mit mindestens einem Zentimeter Schnee, im Vergleich zu den langjährigen Vergleichszeiträumen von 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 in ganz Deutschland signifikant zurückgegangen, sagt Thomas Kesseler-Lauterkorn, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) und stellvertretender Leiter des Klimabüros in Essen – und zwar um mehr als 50 Prozent. Dies liege daran, dass die Winter wegen des Klimawandels wärmer geworden seien. Deshalb schneie es seltener, dafür möglicherweise, bei bestimmten Wetterlagen, aber deutlich größere Mengen. Kesseler-Lauterkorn: „Auf solche extremen Starkschneefälle müssen wir uns auch künftig einstellen.“