Wieder mehr Wasser im Rhein

Steigende Pegel : Rhein-Schiffe können wieder mit voller Ladung fahren

Die Zeiten des Niedrigwassers sind erstmal vorbei. Der Rhein führt wieder mehr Wasser, viele Schiffe können wieder mit voller Ladung fahren. Binnenschiffer fordern einen Ausbau der Wasserstraßen.

Nach dem monatelangen Niedrigwasser steigen am Rhein die Pegelstände wieder an. „Schon jetzt können viele Schiffe wieder mit voller Ladung fahren“, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg, das für den Abschnitt des Rheins bis zur niederländischen Grenze zuständig ist. Auch der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt berichtete von einer sich langsam entspannenden Situation.

Wegen der niedrigen Wasserstände war die Versorgung der Tankstellen mit Diesel und Benzin in den vergangenen Wochen immer wieder ins Stocken geraten. Nach Angaben des Tankstellenkonzerns Aral hat sich die Lage mittlerweile gebessert. „Wir können aber noch nicht von Normalisierung sprechen“, sagte ein Unternehmenssprecher in Bochum. Es werde noch einige Zeit dauern, bis die Tanklager wieder aufgefüllt seien. „Da ist noch einiges aufzuholen.“

Unterdessen fordern die Unternehmen der Binnenschifffahrt angesichts der gravierenden Folgen des Niedrigwassers in diesem Jahr einen Ausbau und die Modernisierung der Wasserstraßen. „Die Verbesserung der Infrastruktur darf nicht mehr auf die lange Bank geschoben werden, die Schifffahrt braucht mehr Wasser unter dem Kiel“, sagte Fabian Spieß, Referent des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim.

Wenn die Verkehrswende hin zu dem nachhaltigen Verkehrsträger wirklich gewünscht sei, müssten Fahrrinnen vertieft, Schleusen in Stand gehalten und verlängert sowie Engpässe beseitigt werden. Die Schifffahrt habe als einziger Verkehrsträger noch freie Kapazitäten.

Die niedrigen Pegelstände mit Tiefstwerten in Rhein, Elbe und Donau haben zu deutlichen Einbußen beim Gütertransport geführt. Einige Konzerne wie BASF hatten deshalb auch Produktionsprobleme.

(dpa/seda/hsr)
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