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Wetter NRW: Bis zu 16 Grad am Wochenende - es wird "augesprochen mild"

Schnee schmilzt : In NRW wird es „ausgesprochen mild“ – bis zu 16 Grad am Wochenende

Eine Woche lang hatten eisige Temperaturen NRW im Griff, doch jetzt ist Tauwetter angesagt. Frühlingsgefühle lässt das wechselhafte Wetter aber wohl eher noch nicht aufkommen.

Nach Straßenglätte und gefrierendem Regen vor allem im Osten des Landes kündigt sich für die kommenden Tage Tauwetter bei steigenden Temperaturen an. „Was jetzt noch an Schnee liegt, wird im Laufe der Woche in sich zusammenschmelzen“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes am Montag in Essen. Nach der Nacht zu Dienstag werde es verbreitet frostfrei und dann „ausgesprochen mild“. Am Rhein klettern die Temperaturen dann auf bis zu 13 Grad. Zum Wochenende könnte es dort sogar mit bis zu 16 Grad noch wärmer werden. „Allerdings bleibt es erstmal nass und unbeständig. Erst Richtung Wochenende hat die Sonne vielleicht mal eine Chance“, sagte der Meteorologe weiter. In den kommenden Tagen sei immer wieder mit Regenschauern zu rechnen.

Zum Wochenstart hatten vor allem Autofahrer und Fußgänger in der Osthälfte des Landes noch mit den Auswirkungen des Winterwetters zu kämpfen. Zwischen Weser-Bergland und dem Sauerland sorgte überfrierende Nässe am Montag für rutschige Straßen und Gehwege. „Auf dem kalten Boden gefriert zur Zeit der herunterfallende Regen“, sagte ein Polizeisprecher aus dem Kreis Herford am Nachmittag. Viele Autofahrer hätten aber wohl die Warnungen beherzt und seien angesichts der drohenden Glättegefahr zu Hause geblieben.

Im Ruhrgebiet warnten Polizei und Feuerwehr angesichts des Tauwetters vor Dachlawinen. In Dortmund und Essen etwa beschädigten von Dächern herabrutschende Eisbretter parkende Autos. In Wetter im Ennepe-Ruhr-Kreis hatte sich ein Lkw auf eisglatter Fahrbahn festgefahren und drohte einen Abhang hinunterzustürzen. Die Feuerwehr half bei der Bergung.

Anders als noch am Morgen befürchtet, blieb die landesweite Rutschpartie auf den Straßen jedoch aus: Zwischenzeitliche Warnungen für das Rheinland hob der Deutsche Wetterdienst am Mittag wieder auf. Aus Westfalen wurden dagegen vereinzelt auch schwere witterungsbedingte Unfälle gemeldet.

So hatten sich nach Polizeiangaben am frühen Morgen im Kreis Paderborn in den Höhenlagen auf einigen Straßen gefährliche Schneewehen gebildet. Autos gerieten ins Schleudern, andere blieben im Schnee stecken und mussten freigeschoben werden. In Lemgo im Kreis Lippe war wegen des Schnees ein 23-Jähriger mit seinem Auto von der Straße abgekommen und verunglückt. Auch im Hochsauerlandkreis wurden zeitweise einige Straßen wegen Schneeverwehungen und umgestürzter Bäume gesperrt.

Vielerorts erneuerte die Polizei ihre Warnung vor dem Betreten vermeintlich sicherer Eisflächen. So musste die Feuerwehr in Solingen einen Hund retten, der in ein Loch auf der Eisfläche gestürzt war und sich nicht aus eigener Kraft befreien konnte.

(mba/dpa)