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Wetter NRW am Wochenende: Unwetter mit Starkregen​ - schwere Gewitter erwartet

Unwetter mit Starkregen : Meteorologen erwarten schwere Gewitter in NRW

Bis in den Freitagabend ist in Nordrhein-Westfalen örtlich mit ergiebigem Niederschlag zu rechnen. Ein Schwerpunkt könnte das Bergische Land sein. In der Nacht beruhigt sich die Wetterlage.

Zum Ferienstart in Nordrhein-Westfalen schwächelt der Sommer: Am heutigen Freitag sei wegen der schwül-warmen Temperaturen alles angerichtet für kräftige Gewitter, sagt Malte Witt, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Deutschland steckt derzeit zwischen einem Hoch in Osteuropa und einem Tief über den britischen Inseln. Damit einher geht die wechselhafte Wetterlage. Laut Witt können die Gewitter durchaus Starkregen mitbringen, der aber örtlich sehr unterschiedlich ausfallen werde. Bis zu 50 Liter pro Quadratmeter seien möglich, allerdings werde es auch Gebiete geben, in denen es überhaupt keinen Niederschlag gebe. „Präzise vorhersagen, wo wieviel herunterkommt, lässt sich aber noch nicht“, sagt Witt.

Einen Schwerpunkt bei der Gewittertätigkeit vermutet der Meteorologe eher in Richtung Bergisches Land, denkbar sei aber, dass es andere Regionen treffe. Mit starkem Wind sei eher nicht zu rechnen, das Unwetterpotenzial beziehe sich eher auf die Regenmengen. So sei es möglich, dass örtlich Keller volllaufen oder Unterführungen überflutet würden. Auch kleinkörniger Hagel könne herunterkommen. Beobachtungen, das es bei Unwettern in letzter Zeit vermehrt zu Hagelschauern komme, kann Witt von den klimatologischen Daten her nicht bestätigen. Heute besitze aber jeder ein Smartphone und dokumentiere solche Ereignisse, was den Eindruck verstärke, dass es häufiger hagele. Witt: „Das ist also eher ein Phänomen der Wahrnehmung.“ Gewittrig wird es am Freitag vor allem zwischen 14 und 18 Uhr, in Richtung Abend sollen die Regengebiete abziehen. Die Nacht werde eher niederschlagsfrei sein.

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Am Samstag sieht es dann schon wieder nach bestem Grillwetter aus. Von vereinzelten Schauern abgesehen soll es laut dem Meteorologen verbreitet trocken bleiben, dabei scheint häufig die Sonne. Die Temperaturen sollen 24 bis 28 Grad erreichen, sagt Witt, die drückende Schwüle werde verschwinden. Erst in der Nacht zum Sonntag ziehen von Westen her neue Regengebiete auf, die auch über den Sonntag hinweg immer wieder für Schauer sorgen. „Gewitter erwarten wir zwar eher weniger“, sagt Witt, „das Potenzial dafür ist allerdings vorhanden.“ Vor allem östlich des Rheins müsse man die Situation im Auge behalten und vereinzelt mit Unwettern rechnen.

Eher wechselhaft startet auch die erste Ferienwoche. Witt prognostiziert sonnige Abschnitte, aber auch Schauer bei zunächst 24 bis 26 Grad, gegen Mitte der Woche seien auch 27 bis 28 Grad möglich. „Nach Dauerregen sieht es bisher nicht aus“, sagt Witt, „ein Abstecher ins Freibad sollte also möglich sein.“