Ende der Trockenperiode : Ab Donnerstag Starkregen in Teilen von NRW möglich

In den nächsten Tagen ziehen mehrere Niederschlagsgebiete über NRW hinweg. Der Schwerpunkt der Regenfälle ist am Donnerstag. Aber nicht alle Regionen sind betroffen.

Nach wochenlanger Trockenheit bringen mehrere Niederschlagsgebiete etwas Entspannung für die Natur. Ab Mittwoch Mittag ziehen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) von Südwesten her Wolken auf, die vor allem im äußersten Westen von NRW für Schauer und vereinzelte Gewitter sorgen. „Punktuell können dabei in kurzer Zeit auch mal 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter herunterkommen“, sagt DWD-Meteorologin Nadine Schittko. Möglich sei aber auch, dass sich der Schwerpunkt der Niederschläge in Richtung der Niederlande verlagert. Erst im Laufe des späten Mittwochabends steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit auch im Osten. In der Nacht bleibe es aber in den meisten Regionen von NRW niederschlagsfrei.

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Nach den derzeitigen Prognosen muss am Donnerstag verbreiteter im Land mit hohen Regenmengen gerechnet werden. Die Ursache dafür ist ein erneutes Niederschlagsgebiet, das von Südwesten nach Nordosten sehr langsam über NRW hinwegzieht. Laut Schittko wird diesmal vor allem die Osthälfte des Landes betroffen sein, genauer eingrenzen lassen sich die Regionen aber nicht. „Es wird sicher auch viele Orte geben, wo es kaum oder gar nicht regnet“, erklärt die Meteorologin. Dort jedoch, wo Schauer auftreten, vielleicht auch mehrere hintereinander, können eben große Regenmengen zusammenkommen. Schittko spricht von 30 bis 40 Litern Niederschlag innerhalb eines Zeitraums von drei bis sechs Stunden, innerhalb von 24 Stunden seien punktuell auch 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter denkbar.

Solchen Mengen bezeichnen Meteorologen schon als Starkregen. Dieser trifft aktuell auf einen völlig ausgetrockneten Boden, sodass das Wasser, wenn es entsprechend sturzbachartig regnet, nicht in tiefere Schichten eindringen kann, sondern sofort abfließt. Der Vegetation kommt das Wasser also nur dort zugute, wo es länger, aber weniger brachial regnet. Profitieren könnten von diesen Abflüssen wiederum Bäche und Flüsse, die zum größten Teil Niedrigwasser führen. In der Nacht auf Freitag ziehen die Schauer größtenteils ab, bevor von Osten noch einmal neue Niederschlagsgebiete heranrollen. „Die Regenmengen fallen aber deutlich geringer aus als am Donnerstag“, sagt Schittko.

Die Prognose für das Wochenende ist noch etwas unsicher, derzeit sehen die Wettermodelle laut der Meteorologin in NRW für den Samstag lokal begrenzt eine gewisse Schauer- und Gewittergefahr mit eher überschaubaren Regenmengen. Der Sonntag soll demnach eher niederschlagsfrei bleiben. Während es sich in der Woche nur leicht abkühlt und sich die Temperaturen im Flachland verbreitet zwischen 25 und 28 Grad einpendeln, fallen die Werte zum Wochenende deutlicher ab. So wird es im Rheinland nicht wärmer als 23 bis 25 Grad, in höheren Regionen bleibt es mit 19 bis 20 Grad Spitzentemperatur klar unter den bisherigen sommerlichen Werten.

Allerdings kehrt der Sommer schon ab Dienstag, spätestens Mittwoch kommender Woche zurück, sagt Schittko. Bis auf 28 Grad könne das Thermometer dann verbreitet steigen. Immerhin sollen auch nächste Woche ein paar Schauer dabei sein. Ob das ausreicht, um das Wasserdefizit im Boden und in den Flüssen auszugleichen, ist allerdings mehr als fraglich.

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