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Wetter in NRW: Wetterdienst warnt vor Gewitter und Unwetter in der Eifel

Nach dem Regen kommt die Hitze : Meteorologen warnen vor Unwettern im Süden von NRW

Heiß, heißer, Gewitter - nach den hohen Temperaturen der vergangenen Tage bilden sich am Mittwoch vor allem in der Eifel und in der Kölner Bucht Gewitter. Der Deutsche Wetterdienst hat eine Unwetterwarnung für den Kreis Euskirchen herausgegeben. Dort gewitterte es am Mittwochnachmittag mit Starkregen und Hagel.

Bilder wie die aus Wuppertal Ende Mai haben sich am Mittwoch aber nicht wiederholt. Aber: Schon am Mittwochmorgen bildeten sich an der deutsch-belgischen Grenze in der Eifel Gewitter. Den Tag über zogen die Gewitter an der Grenze zu Rheinland-Pfalz in Richtung Norden. Im Kreis Euskirchen gewitterte es seit dem frühen Nachmittag heftig. Im Ort Müsch gab es Starkregen mit mehr als 40 Litern Niederschlag auf den Quadratmeter in einer Stunde. Das erfüllt das Kriterium eines Unwetters, sagt Franz Molé vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Der DWD hat eine amtliche Unwetterwarnung für den Süden NRWs und den Norden von Rheinland-Pfalz herausgegeben. Die Meteorologen erwarten Starkregen zwischen 40 und 60 Liter je Quadratmeter in der Stunde und Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Durchmesser. Über Mechernich und Nettersheim zieht das Gewitter laut DWD nun weiter Richtung Euskirchen, Swisttal und Rheinbach.

„Die Natur braucht den Regen zwar, aber bei Starkregen besteht natürlich auch immer die Gefahr, dass er der Landwirtschaft eher schadet als nutzt“, sagt Molé. Die Bauern in der Region leiden unter der derzeitigen starken Trockenheit. Und kurze Regenfälle reichen nicht aus, um den extrem trockenen Boden ausreichend zu durchnässen, damit die Wurzeln der Pflanzen genügend Wasser bekommen. Unwetter mit starkem Regen und Hagel können die Ernte sogar zerstören.

Wo genau es im Laufe des Tages heftiger oder gar nicht gewittern wird, kann Molé nicht bestimmen. „Da stochern wir Meteorologen immer rum. Denn Gewitterwolken können sich lokal eng begrenzt innerhalb einer halben Stunde auftürmen.“

Das Risiko ist im Norden des Rheinlands, also in Richtung Kleve und Wesel, sehr viel geringer, sagt Molé. Dort scheint noch die Sonne. In Düsseldorf ist das Risiko schon größer, dass es am Mittwoch gewittern könnte.

Der Grund für das Wetter: Die hohen Temperaturen und ein Wechsel der Windrichtung. „Um zehn Uhr hatten wir im Rheinland bereits 25 Grad.“ Bis zu 29 Grad soll das Thermometer am Mittwoch noch anzeigen.

Dabei kommt aus Frankreich und den Benelux-Ländern zunehmend feucht-warme Luft, während der Niederrhein trockene Luft aus dem Norden bekommt. „Der Aufwind begünstigt die Gewitterbildung.“ Auch in Düsseldorf ziehen bereits Wolken vom Süden her auf.

In den kommenden Tagen bleibt es aber warm und trocken, sagt Molé. Es wird über 25 Grad warm, scheint die Sonne länger, wird es sogar 27 oder 28 Grad warm. Bis Montag soll das laut Molé so bleiben.