Wetter in NRW: Unfälle durch Schnee und glatte Straßen

Mehrere Zentimeter Neuschnee: Unfälle durch Schnee und glatte Straßen in NRW

In Teilen von NRW sind in der Nacht zu Samstag mehrere Zentimeter Schnee gefallen. Am Morgen waren die Straßen vielerorts glatt. Es gab es mehrere Unfälle.

In der vergangenen Nacht hat es in Nordrhein-Westfalen wieder geschneit. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind in einem Streifen vom Niederrhein bis zum Rothaargebirge teilweise mehrere Zentimeter gefallen. Vielerorts ist der Schnee auch liegen geblieben.

Lastwagen verunglückt auf A57

In Düsseldorf und auf den Autobahnen gab es mehrere Unfälle durch Glätte, größtenteils blieb es bei Blechschäden, sagte ein Sprecher der Polizei. Am Morgen verlor auf der A57 am Kreuz Kaarst ein Mann aus Düsseldorf auf schneebedeckter Fahrbahn die Kontrolle über seinen Wagen. Der 58-Jährige stieß mit dem Auto einer 62-jährigen Kölnerin zusammen, die Wagen schleuderten über die Fahrbahn und stießen an die Leitplanken. Der Düsseldorfer kam verletzt in ein Krankenhaus, die 62-Jährige wurde ambulant behandelt. Die Polizei schätzt, dass ein bei dem Unfall ein Sachschaden von rund 30.000 Euro entstanden ist.

Auf der A57 bei Köln-Longerich ist ein Lastwagen ins Schleudern geraten und umgekippt. Der Fahrer musste von der Feuerwehr aus dem Führerhaus befreit werden und kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Er habe beim Bremsen auf der nicht geräumten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, berichtet die Polizei Der Verkehr musste einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden.

Auf der A4 bei Frechen ist in der Nacht ebenfalls ein Lastwagen wegen Schneeglätte verunglückt. Er rutsche und blieb quer zur Fahrbahn stehen. Der Tank des Lastwagens sei bei dem Unfall aufgerissen worden, berichtet die Polizei. Deswegen musste die Fahrbahn gesäubert werden. Der Fahrer sei nicht verletzt. Auf der A4 bei Poll geriet ein Auto ins Schleudern und rutschte an die Leitplanke. Es blieb bei Blechschäden.

Bei einem Unfall in Neuss auf schneeglatter Fahrbahn sind in der Nacht zu Samstag eine Gasleitung und die Hochspannungsleitung der Rheinbahn beschädigt worden. Der Unfallverursacher ist geflüchtet.

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Bei Hückelhoven ist eine Autofahrerin auf der B57 in Höhe Rurich bei einem Unfall schwer verletzt worden. Sie geriet auf schneeglatter Straße ins Schleudern, dann fuhr ein weiteres Auto in ihren Wagen. Im gesamten Kreis Heinsberg kam es von Freitagabend bis Samstagmorgen zu sieben Verkehrsunfällen.

Das Wetter in NRW wird milder

Streufahrzeuge waren in den frühen Morgenstunden im Einsatz, vor allem auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen. Autofahrer mussten trotzdem mit Schnee- und Reifglätte rechnen, da es weiter geschneit hat und es bei Temperaturen unter null Grad auch überfrierende Nässe gab. Sieben Fahrtipps bei Schnee und Glatteis finden Sie hier.

Im Laufe des Tages soll es milder werden. Im Rheinland können die Temperaturen am Samstag auf vier bis sieben Grad steigen, prognostiziert der Deutsche Wetterdienst. "Tagsüber bleibt es weitgehend niederschlagsfrei." Am Abend soll es aber wieder kälter werden. Die Meteorologen des DWD erwarten dann auch wieder Schnee oder Schneeregen. "Örtlich kann auch gefrierender Regen auftreten", schreiben sie in ihrer Prognose.

Ab Sonntag seien die Temperaturen aber zu mild für Glätte. Bis zum Montag steigen die Temperaturen verbreitet auf 10 Grad. Zum Wochenbeginn soll es auch wieder trocken bleiben.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Schwerer Unfall wegen Schneeglätte auf B57

(wer)